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Samsung gesteht sich fehlenden Erfolg auf dem Tabletmarkt ein [MWC 2012]

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Samsung Logo

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Während der Smartphonemarkt extrem durch Android-Hersteller beherrscht wird, sieht das auf dem Tabletmarkt schon mal ganz anders aus, hier sieht kein Hersteller einen Stich gegen den Marktführer Apple. Das iPad respektive iPad 2 verkauft sich im Vergleich zu allen anderen Geräten wie geschnitten Brot, doch auch unter den Android-Herstellern tut sich einiges und somit musste Samsung zum Jahreswechsel den zweiten Platz hinter Apple an Amazon abgeben.

Lustigerweise hat Amazon mit nur einem Gerät auf nur einem Markt in drei Monaten die komplette Android-Konkurrenz in den Schatten stellen können, wie wir bereits vor einigen Wochen anhand der aktuellen Verkaufszahlen darlegen konnten. Samsung hat zumindest als bislang einziger Hersteller den fehlenden Erfolg auch selbstkritisch angeprangert, ganz offen am Roundtable auf dem Mobile World Congress. Dies ist auch der Grund dafür, warum man derzeit mit so extrem vielen Tablets am Markt vertreten ist, man will damit den Markt nach Kundeninteresse analysieren.

[aartikel]B00603IAHG:right[/aartikel]Da können wir mal kurz einen Vergleich anstellen, denn beispielsweise HTC hat dies im letzten Jahr getan, dafür gab es lediglich ein hochwertiges aber teures 7 Zoll Tablet für den weltweiten und ein 10,1 Zoll Tablet für den amerikanischen Markt. Beides waren mehr oder weniger Versuchsobjekte, wie es auch bei Samsung sein könnte, doch die haben derzeit geschmeidige sieben aktuelle Tablets am Markt bzw. vorgestellt. Jeweils mit Displays in den Größen 7 Zoll, 7,7 Zoll, 8,9 Zoll und 10,1 Zoll. Das kann den Koreanern sicherlich zu Marktforschungszwecken dienen, die potenzielle Kundschaft aber schnell verwirren und unbeabsichtigt verjagen.

Zumindest haben wir jetzt darauf eine Antwort, warum Samsung gerade mit Tablets nur so um sich wirft. Dafür das man sonst gern zur Konkurrenz schaut, will Samsung offenbar hier nicht einfach das Erfolgsmodell des iPads kopieren. [via, Quelle]

3 Kommentare
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3 Comments

  1. Balthasar

    28. Februar 2012 at 15:09

    Das Problem ist so einfach wie elementar: Fragmentierung.

    Apple bietet keine große Auswahl und genau darin liegt der Erfolg – die Zubehörindustrie kann attraktive Angebote machen und die Verbraucher müssen sich nicht mit der Entscheidungsfindung abquälen.

    Samsung wäre gut beraten, das Portfolio in maximal zwei Segmente aufzuteilen.

  2. Thomas Lehr

    28. Februar 2012 at 18:29

    @Harry Amend: Das was du schreibst mag auf die Android-Smartphones durchaus zutreffen, trifft aber überhaupt nicht den Punkt bezüglich des Tablet-Markts. Dieser ist nämlich in Bezug auf Android derzeit nicht wirklich fragmentiert. Es gibt zwar zig Hersteller von Android-Tablets, aber technisch sind diese eigentlich fast alle durch die Bank weg identisch und unterscheiden sich nur in Display-Zollgröße und Speicher- und Schnittstellenausstattung. Aber ansonsten?
    Es sind (fast) alles Tegra2/3 Geräte mit 1280×800 Pixel Auflösung und Android 3 und 4. D.h. Programmierer finden hier eine technisch recht homogene und überblickbare Plattform für Apps vor.

    Um das Hauptproblem der Android Tablets zu erkennen muss man sich dochmal nur anschauen, was die iPads bei der Mehrheit der Benutzer so attraktiv macht (mal abgesehen von dem "mal eben Mails checken und surfen auf der Couch" Faktor). Das ist sicher nicht vorrangig die Leistung und schon gar nicht der Bildschirm (der aktuell zumindest noch wirklich nicht mehr zeitgemäß auflöst). Nein es ist:
    Das Ökosystem! Die Möglichkeit, zentral über EINEN Appstor nicht nur Apps, sondern auch Spiele, Musik, Filme, TV-Serien und Zeitschriften zu beziehen und auf dem Tablet konsumieren zu können!
    Und das bietet der Android Market außerhalb der USA bisher einfach nicht! Schauen wir uns die Lage doch mal an:
    – Spiele: Hat sich stark gebessert, aber wirkliche Killerspiele wie GTA3 und Shadowgun sind doch wirklich noch die Ausnahme.
    – Musik: Über den Market komplett Fehlanzeige, derzeit nur über Amazon zu beziehen (macht einen zweiten Shop und es somit unübersichtlich und kompliziert)
    – Videos: toll dass die Android Tablets mkvs, mpgs, usw. in HD abspielen können, aber der Benutzer muss diese vorher irgendwoher beziehen. Und will er dies nicht illegal tun, bleibt nur der mühsame Weg, Blurays und DVDs zu rippen und entsprechend umzucodieren. Dies ist sehr zeitaufwendig, kompliziert und überfordert viele Nutzer. D.h. für die Mehrheit der "Interessenten" bleibt ein Android Tablet "Film und TV-Serien freie Zone". Es gibt außerhalb der USA keine Möglichkeit für den nicht technikaffinen Menschen entsprechenden Content auf das Tablet zu bekommen.
    – Zeitschriften: mau mau mau, hier gibt es mal die Bild, dort mal den Spiegel. Aber absolut gesehen gibt es auf den iPads dutzende Zeitschriften und Zeitungen in App-Form, auf Android im Market Fehlanzeige in der breiten Masse.

    So und dann schauen wir uns mal das Amazon Kindle Fire Android Tablet an, stellen fest, dass es pur in Bezug auf seine technischen Specs in keinster Weise mit der Android Konkurrenz mithalten kann und wundern uns, dass es sich trotzdem soviel mehr verkauft wie die gesamte Android Konkurrenz zusammen. Ja und was kann man damit machen? Ah sieh an: es hat genau das, was der Konkurrenz fehlt. Es ist einfach, schnell und übersichtlich an den Amazon Market angebunden, wo der Konsument genau das bekommt, was er mit den andere Android Tabs nicht oder nur mit Mühe bekommt: Musik, Filme, Serien, Bücher! CONTEEEEEENT!!!

    Content! Das ist das was Apple und Amazon erkannt haben, worüber sich aktuell ein Tab mehrheitlich an die Frau und den Mann bringen lässt! Und die Konkurrenz überbietet sich zwar mit technischen Spitzenfeatures, liefert aber einfach keinen Content dafür! Und der muss endlich zentral, umfassend und weltweit von Google über den Market kommen.

    Ich prophezeie mal, dass in dem Moment, wo der Market neben Apps auch umfangreichen Content in den Sparten Musik, Video und Bücher/Zeitschriften bietet, die Android Tablets durchstarten werden!

  3. Harry Amend

    29. Februar 2012 at 10:12

    "Fast" sind nicht alle zudem muss es heißen "viele" und das meiste trifft auf Smartphones wie auf den Tablets zu und das ist fast, alles andere ist Mumpitz was du da erzählst.
    Deine Prophezeiung halte auch eher ich für ein Gerücht und Wunschdenken von hartgesottenen Fanboys.
    Solange Google und die einzelnen Hersteller jeder sein eigenes Süppchen kocht werden die Tablets nie richtig Fuß fassen.
    Bei der Übernahme von Motorola durch Google keimte mal ganz kurz Hoffnung auf aber wie von Anfang an spekuliert wurde ging es nur um die Patene, weiterhin darf jeder seinen eigenen Mist veranstalten. So kann das beim besten willen nix werden,

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