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Kommentar: Samsung ist der Hersteller des Jahres

Denny Fischer

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Samsung Logo

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Das Jahr hat nun knapp mehr als zwei Tage übrig und da könnte man auch mal über die Hersteller an sich reden, die uns täglich Futter durch neue Geräte und so weiter geben. Oberflächlich betrachtet ist Samsung ganz klar der Hersteller des Jahres, man hat den Markt sicher nicht revolutioniert aber die Latte ganz schön hochgelegt. Der Einstieg von Samsung in die Welt von Android ging damals gründlich daneben, mit dem ersten Samsung Galaxy bekleckerte man sich nicht mit Ruhm, das Gerät war unglaublich verbuggt und lief einfach nie rund.

Später kam das Galaxy S und man hat damit neben dem HTC Desire das Smartphone des Jahres 2010 auf den Markt bringen können. Auch in diesem Jahr konnte Samsung überzeugen, allein das Galaxy S 2 hat den Markt wie kein anderes Gerät beherrscht. Doch auch in den unteren Preiskategorien konnte man mit dem Galaxy Ace, Galaxy S Plus und anderen Geräten überzeugen. Auch bei Tablets war Samsung kaum vergleichbar gut, das Galaxy Tab 10.1 und 8.9 waren jeweils der Klassenprimus und mit dem Galaxy Tab 7.7 hat Samsung in der zweiten Jahreshälfte ein ziemlich edles Teil präsentiert.

Die absoluten Highlights kamen von Samsung zum Ende des Jahres, wozu das Galaxy Note und das Galaxy Nexus zählen. In meinen Augen die besten Android-Smartphones des Jahres und andere Hersteller haben noch einiges vor sich, um hier überhaupt auch nur annähernd den Koreanern das Wasser reichen zu können. Der Erfolg von Samsung spiegelt sich übrigens auch in den Top 10 der Amazon-Handys wieder, hier sind allein sechs Android-Smartphones von Samsung vertreten.

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Aber…

Samsung muss noch einiges tun, um diesen Erfolg auf Dauer halten zu können. Zumindest bin ich fest davon überzeugt, dass die Bindung zum Kunden ein ganz wichtiger Bestandteil im Kampf um diesen Markt ist. Gerade da hat Samsung extreme Probleme, welche sich vor allem in ungeschulten Mitarbeitern widerspiegelt. Dies zieht sich bis in den Verkauf durch, ausgerechnet auf den Märkten der Kommunikation vermag Samsung gern auch mal zu schweigen, was letzten Endes wieder negativ auf den Kunden zurückkommt. Dies zeigten die Verkaufsstarts der Geräte Galaxy S 2, Galaxy Note und zuletzt das Galaxy Nexus. Jeweils ging alles ziemlich nach hinten los, keiner wusste wo und zu welchem Zeitpunkt die Geräte erhältlich sein werden. Zwar nannte man immer genaue Daten, diese wurden allerdings nie eingehalten und Händler wurden auch nur sporadisch beliefert.

Zu guter Letzt sollte Samsung auch an ihrer Update-Politik arbeiten. Natürlich ist es insofern verständlich, dass man neue Geräte verkaufen möchte und daher langsam alte Geräte aus dem Support nimmt bzw. sie auch einfach nicht mehr aktualisiert. Doch damit stößt man dem Kunden vor den Kopf, der sich ein Smartphone für 500 Euro gekauft hat – und hoffte wenigstens so lang mit neueren Android-Versionen versorgt zu werden, wie es die Hardware eben auch zulässt.

Es gibt also auch bei Samsung noch locker Luft nach oben, in allen Bereichen.

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