Während die Android-Hersteller eigentlich keine eigene Lösung für mobiles Bezahlen entwickeln müssen, sieht es bei Herstellern wie Samsung eben doch anders aus. Denn die Südkoreaner verwenden zwar Android auf ihren Smartphones, jedoch nicht auf ihren Smartwatches. Somit kann der Nutzer auf dem Smartphone Google Pay verwenden, mit der Smartwatch allerdings keine kontaktlosen Bezahlungen vornehmen. Abhilfe schafft Samsung Pay, das demnächst nach Deutschland kommt.

Nach einer ewig langen Wartezeit gibt es für deutsche Kunden bereits eine Sonderseite, um sich für Samsung Pay registrieren zu können. Zunächst soll es einen Testlauf geben, das verrät die URL der Webseite, die bereits wieder vom Netz genommen wurde – samsung-pay/test/registrierung/. Es gab auch einen Hinweis, wann Samsung Pay in Deutschland startet, was im September oder spätestens Oktober passiert. Zunächst sollen Kunden mit S10, S20, Note 10 und Note 20 mitmachen können, später mehr.

Samsung Pay besser als Google Pay?

Der grundlegende Vorgang einer kontaktlosen Bezahlung ist immer gleich. Viel entscheidender ist bei solchen Services die Anbindung im Hintergrund. Google setzt für Pay unbedingt Kreditkarten voraus, ist außerdem auf die Zusammenarbeit der Banken angewiesen. Samsung Pay scheint eher einen Klassiker bedienen zu wollen und arbeitet möglicherweise mit der Lastschrift.

Zumindest deutet das die hinterlegte Information an, dass Samsung Pay „mit nahezu jedem deut­schen Giro­konto“ funktionieren soll. Man scheint Samsung Pay also nur sagen zu müssen, von welchem Konto die Zahlungen abgebucht werden sollen. Samsung Pay dürfte sich bei der Bezahlung wiederum als virtuelle Kreditkarte ausgeben, ähnlich wie es Paypal bei Google Pay macht.

Mehr Komfort für deutsche Kunden

Samsung Pay könnte also per Lastschrift funktionieren und das ohne weiteren Dienst dazwischen. In meinen Augen ein großer Vorteil für den Komfort, der Kunde muss sich nicht für diesen Dienst neu aufstellen. Samsung Pay wird allerdings nur auf Samsung-Geräten angeboten werden, ich rechne nicht mit einer Verfügbarkeit für Geräte anderer Android-Hersteller.

via Teltarif

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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2 Kommentare

  1. Lastschrift wäre ja nicht der einzige Vorteil. Das habe ich jetzt schon mit Paypal und GPay. Was Samsung Pay ja eigentlich auf ein anderes Niveau hebt ist das Simulieren eines Magnetstreifen, sodass es fast an jedem Terminal geht.

  2. Samsung pay ist imo völlig sinnlos.
    Die alte Magnetstreifentechnik ist vielleicht in der Pampa im Tante Emma Laden interessant, aber da wird es eher „ab 10€“ und „nur EC“ wenn überhaupt verlangt.
    Alle anderen Vorteile sind mit PayPal sinnlos. Bisher berichten die User im Samsung Support Forum, dass man Samsung Pay umständlich aufladen muss und eine dubiose GmbH mit der Abbuchung und Abwicklung bevollmächtihen, inkl. Schufa Auskunft.

    Auf den Smartwatches funktioniert Samsung Pay ( zumindest in Deutschland) nicht!

    Also, wer braucht sowas?

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