• Hacker haben erfolgreich interne Daten von Samsung abgegriffen.
  • Das hat das Unternehmen bestätigt.
  • Persönliche Daten sollen jedoch nicht dabei gewesen sein.

Das liest man auch nicht alle Tage: Samsung hat offiziell bestätigt, dass das Unternehmen Opfer eines Hackerangriffs geworden ist. Angreifer war wohl die Gruppe Lapsus$, die erst vor Kurzem Nvidia aufs Korn genommen hatte. Die Hacker hatten versucht, Nvidia dazu zu bringen, Beschränkungen in Bezug auf das Minen von Kryptowährungen zu entfernen. Es ist nicht bekannt, dass sie auch Samsung erpressen wollen.

Hacker veröffentlichen internen Samsung-Quellcode

Das erhackte Datenpaket sei angeblich rund 200 Gigabyte groß und enthält unter anderem Quellcode für die Verschlüsselung sowie die biometrischen Entsperrfunktionen von Galaxy-Smartphones, den Bootloader und die Authentifizierung von Samsung-Accounts. Sogar geheimer Qualcomm-Code soll dabei sein. Immerhin nur zwei Tage nach Bekanntwerden der Sicherheitslücke äußerte sich Samsung so:

Vor kurzem wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass es eine Sicherheitslücke in Bezug auf bestimmte interne Unternehmensdaten gab. Unmittelbar nach der Entdeckung des Vorfalls haben wir unser Sicherheitssystem verstärkt. Nach unserer ersten Analyse betrifft die Sicherheitsverletzung einige Quellcodes im Zusammenhang mit dem Betrieb von Galaxy-Geräten, aber keine persönlichen Daten unserer Kunden oder Mitarbeiter. Derzeit rechnen wir nicht mit Auswirkungen auf unser Geschäft oder unsere Kunden. Wir haben Maßnahmen ergriffen, um weitere derartige Vorfälle zu verhindern und werden unsere Kunden weiterhin ohne Unterbrechung bedienen.

Das heißt im Klartext: Samsung bestätigt den Cyberangriff, aber nicht, wer dahintersteckt. Persönliche Daten sollen nicht in die falschen Hände geraten sein. Zwar haben wir keinen Grund, Samsung nicht zu glauben, trotzdem kann es auch nach Ansicht der Kollegen von SamMobile nicht schaden, das Passwort für die Samsung-Dienste zu ändern und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren.

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Jonathan Kemper

Freier Technikjournalist, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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1 Kommentar

  1. So sicher ist es dann doch nicht. Die Hacker könne modifizierte Maleware per Update an Galaxy Geräte verschicken, so wie es bei Nvida und Grafiktreiber der Fall ist

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