In Deutschland kommt das Bezahlen per Smartphone voran, deshalb möchten mehr Anbieter auf den Markt. Sie haben einen schwierigen Stand.

Google Pay und Apple Pay haben einen ganz entscheidenden Vorteil gegenüber einigen anderen mobilen Bezahlmethoden. Man muss als Nutzer jeweils das eigene Smartphone nur entsperren, um es dann in die Nähe des Zahlungsterminals zu halten. Fertig ist der Bezahlvorgang, einfacher geht es im Grunde genommen kaum. Umso weniger verständlich ist in meinen Augen, warum Lösungen wie die von Klarna als Konkurrenten für die Platzhirsche gesehen werden.

Im Internet mag euch Klarna schon häufiger über den Weg gelaufen sein, das soll auch bald in klassischen Geschäften wesentlich öfter passieren. Zumindest überall dort, wo Zahlungsterminals von Verifone zum Einsatz kommen. Klarna soll dort schon bald als alternatives Zahlungsmittel verwendbar sein. Blöd nur, dass das eher kompliziert vonstattengeht. Auf dem Terminal erscheint ein QR-Code, den der Nutzer per Klarna-App scannen muss, um die Bezahlung zu bestätigen.

App-Suche an der Kasse: QR-Code-Bezahlung dürfte viel zu umständlich sein

Ich bin mir sicher, das dauert eine Weile. Die richtige App zu suchen ist dann vermutlich ähnlich wie die Suche nach den letzten einzelnen Cent, um mit Bargeld passend zu bezahlen. Zuvor müssen Händler wohl auch zusätzliche Verträge abschließen, unter Umständen sind auch neue Zahlungsterminals notwendig. Das ist jetzt nicht direkt die Schuld von Klarna, macht deren Bezahlvariante allerdings kompliziert und wenig attraktiv. Gegen Google, Apple und Co. scheint der Kampf aussichtslos zu sein.

via Handelsblatt

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.