Die Android-Smartphones vieler Hersteller haben schon seit Jahren ein Usability-Problem, denn einige der System-Apps sind doppelt vorhanden. Und der Nutzer kann dagegen quasi gar nichts tun. Google ist gefordert, hier unbedingt für die Zukunft seine „Vorschriften“ anzupassen und mit den Herstellern in den Dialog zu treten. Liefert ein Android-Hersteller seine Smartphones mit den Google-Apps aus, dann gehören da auch Google Fotos, Chrome und der Kalender dazu, was bei einigen Geräten allerdings ein nerviges Problem zur Folge hat.

Doppelte Apps ab Werk, die sich nicht löschen lassen

Hersteller wie Samsung oder Xiaomi haben nämlich für diese Art von Apps zusätzlich eigene Lösungen am Start. Sie bieten einen eigenen Browser, eine eigene Anwendung für eure Kalender und natürlich auch eine eigene App für die Fotogalerie. Somit kommen wir ganz automatisch zu dem Problem, dass der Datenspeicher vieler Android-Smartphones bereits ab Werk unnötig stark vollgemüllt ist, nämlich mit mehreren Apps für dieselben Aufgaben. Als wäre das noch nicht genug, lassen sich diese vorinstallierten Apps nicht ohne Weiteres löschen.

Google müsste eine andere Lösung anstreben und hätte die Macht dazu

Eine Möglichkeit wäre natürlich, dass Google sein vorgeschriebenes App-Paket für die Hersteller stark entschlackt. Aber das dürfte für den Konzern wohl keine echte Alternative sein, immerhin gewinnt er so Nutzer, Kunden, Geld. Ein anderer Weg ist in meinen Augen eine Auswahl der zu installierenden Apps bei der Ersteinrichtung des Smartphones, damit der Nutzer die Wahl hat und selbst treffen kann. Oder die Hersteller verzichten auf eigene Apps, für die Google ihre eigene Auswahl bereits vorschreibt. Eine andere Lösung als bisher wäre aber auf alle Fälle schon eine sehr schöne Sache.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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