Smartphone-Kamera hilft bei Hautkrebs-Diagnose

Haut-Rücken-nathan-dumlao-unsplash

Bild: Nathan Dumlao/Unsplash

Smartphone-Kamera revolutioniert Hautkrebsdiagnostik – dank High-Tech-Objektiv und KI-Unterstützung.

Die Zukunft der Medizin könnte in unseren Händen liegen – oder besser gesagt in unseren Smartphones. Eine neu entwickelte Kameralinse verwandelt jedes Handy in ein hochauflösendes Mikroskop. Der Clou: Hautkrebs könnte so schneller und einfacher diagnostiziert werden.

Das handliche Objektiv werde einfach auf das Smartphone aufgesteckt (ein Bild habe ich aber leider nicht gefunden, auch nicht in der offiziellen Pressemitteilung). Damit können Ärzte verdächtige Hautstellen detailliert fotografieren – ganz ohne Klinikbesuch. In England steht die Einführung dieses Hilfsmittels kurz bevor. Es soll die Kapazitäten der Ärzte verdoppeln, Wartezeiten verkürzen und Behandlungen beschleunigen.

Die NHS-Chefin Amanda Pritchard sieht in dem neuen Tool großes Potenzial. Es könne die Diagnose und Behandlung von Hautkrebs für Zehntausende von Patienten beschleunigen. Sie betont, dass der wachsende Bedarf den Druck auf die Gesundheitsdienste enorm erhöht hat. Digitale Technologie und neue Arbeitsweisen seien daher unerlässlich, um Wartezeiten zu verkürzen.

Im vergangenen Jahr wurden 600.000 Personen in Großbritannien auf Hautkrebs untersucht. Das sind 9 Prozent mehr als im Vorjahr, wobei 56.000 Patienten gegen die potenziell tödliche Krankheit behandelt wurden.

Doch die Innovationen gehen noch weiter. Der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) in England testet auch ein KI-Tool namens „Deep Ensemble for the Recognition of Malignancy“ (DERM). Mit dieser Technologie können vergrößerte Bilder von Hautläsionen analysiert werden, um festzustellen, ob ein Patient an Hautkrebs leidet.

Neil Daily, CEO von Skin Analytics, dem Unternehmen hinter der Technologie, sieht seine Mission darin, mehr Menschen das Überleben von Hautkrebs zu ermöglichen. Mit DERM könnten mehr Patienten schneller untersucht werden. Die Entscheidung des NHS, DERM zur Unterstützung der Teledermatologie einzusetzen, sei ein weiteres positives Beispiel für die Vorreiterrolle des NHS bei der Einführung weltweit führender Technologien und der nächsten Generation von Dermatologie-Wegen.

Mit * markierte Links sind provisionierte Affiliate-Links.

Kommentar verfassen

Bleibt bitte nett zueinander!