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So läuft’s: Die Prozessorhersteller sind entscheidend für Android-Updates

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Warum eigentlich soll ein HTC One S kein Android-Update mehr bekommen, obwohl es keine 18 Monate alt ist? Warum wird auch das Sony Xperia S kein Android-Update mehr bekommen, obwohl es ebenfalls nicht viel älter und sogar ein Flaggschiff-Smartphone aus dem letzten Jahr ist? Versprechen sich die Hersteller davon bessere Verkäufe für die neuen Geräte? Nein, offenbar scheinen die Hersteller von Smartphones quasi unschuldig, wenn etwas ältere Geräte keine Updates mehr erhalten können.

Laut Shen Ye, der zum Team der XDA Devs gehört, sind eigentlich die Prozessorhersteller das Zünglein an der Waage. So bekommen die Hersteller von Smartphones den Quellcode der neuen Android-Verison nicht vorab, dafür aber die Hersteller der Prozessoren bzw. SoCs (System on a chip) wie Qualcomm, Texas Instruments, Nvidia und so weiter. Denn die müssen Treiber, etc. an die neue Version anpassen und bereitstellen. So müssen die Hersteller von Smartphones also erst abwarten, was die Hersteller der SoCs sagen und machen.

Deshalb bekommt ein One S (C2) kein Update auf Android 4.2, denn Qualcomm hat die Entwicklung für die alten S3-Prozessoren eingestellt. Davon betroffen sind eben auch Geräte wie das Xperia S, ION und so weiter.

Warum klappts aber augenscheinlich bei Samsung in der Regel gut? Weil die ihre eigenen Prozessoren herstellen bzw. entwickeln, zumindest bei einigen Flaggschiff-Geräten. Sie entscheiden also beispielsweise beim Galaxy S3 mit hauseigenem Exynos-Prozessor ganz allein, wie lang es noch mit neuen Android-Versionen versorgt wird.

Schuld sind also oftmals gar nicht die Smartphone-Hersteller selbst, sondern die Hersteller, die mit den SoCs die Basis für die Geräte schaffen. Qualcomm, Nvidia und Co. wären ja dumm, wenn sie einen besonders langen Support für alte Prozessoren anbieten, da sie ja aus wirtschaftlichen Gründen immer die neusten Prozessoren/Plattformen verkaufen möchten.

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10 Kommentare
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10 Comments

  1. Ted

    26. Juli 2013 at 12:03

    dann müssen die Smartphone Hersteller mit den Chip Hersteller halt Verträge machen, dass ein Chip z.B. 3 Jahre mit neuen Treibern versorgt wird. Kann ja nicht so schwer sein! Ganz unschuldig sind die Smartphone Hersteller also auch nicht ;) aber auch diesen ist es womöglich egal, dann müssen sie kein Android Update herausgeben und können neue Geräte verkaufen… Also vielleicht wollen beide Parteien nicht unbedingt Android Updates herausgeben…

    • miweru

      26. Juli 2013 at 12:29

      Wobei sich eher die Hersteller um die Chips reißen, als die Chiphersteller um die Hersteller. Sah man, als z.B der Snapdragon S4 extreme Lieferschwierigkeiten hatte, das hat HTC in echte Probleme gebracht.

    • Ted

      26. Juli 2013 at 12:30

      das ist dann natürlich ein Problem

  2. miweru

    26. Juli 2013 at 12:27

    Auf der anderen Seite hängt die Update Politik auch an den Herstellern, d.h die Dauer für ein Update, wenn es denn Treiber usw gibt.
    Es heißt, das Portieren dauert nur wenige wochen, das Testen und Optimieren dann aber Monate, könnte man durch öffentliche Betas vermutlich auch beschleunigen.

  3. Dani

    26. Juli 2013 at 20:26

    Und wieso klappt das bei Apple so gut??!

    • miweru

      27. Juli 2013 at 08:22

      Apple entwickelt seine Prozessoren selbst und braucht sich auch keine Treiber von anderen schreiben lassen.
      Außerdem sind die Updates von Apple auch wieder was anderes, weil Apple das system selbst entwickelt und sich das verbesserte System in Ruhe auf seine Geräte portieren kann und dann kann man es ankündigen und in die Beta Phase schicken, damit App Entwickler warmlaufen.

  4. zelo

    26. Juli 2013 at 22:45

    und wieso bekommt noch das galaxy nexus updates obwohl der prozessor von texas instruments ist und so viel ich weiß produzieren die gar keine prozessoren mehr

    • dennyfischer

      27. Juli 2013 at 13:40

      Weil die spezielle Vereinbarungen mit Google haben werden, sonst hätte man wohl nicht auf TI gesetzt.

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