SONOS Play:3 und Bridge im Review

SONOS komplett

Nach langer Zeit gibt es nun endlich mal wieder ein Review zu einem sehr interessanten Produkt, welches ich nun seit geraumer Zeit hier zum Test da habe. Es handelt sich um mehrere Produkte von SONOS, einem Sound-System für das heimische Netzwerk. Zum Test habe ich die sogenannte Bridge und zweimal den Netzwerk-Lautsprecher Play:3. Die Bridge ist ein kleiner Netzwerkadapter, welcher mit dem heimischen Router/Switch verbunden wird. Über diese Bridge können dann die einzelnen Komponenten wie Play:3 oder Play:5 via WLAN angesteuert werden. Diese Bridge ist kein Muss, da sich die Lautsprecher auch ohne Zusatzgerät via Ethernet auch einzeln mit eurem Router verbinden lassen.

Möchte man aber auf die drahtlose Lösung setzen, ist eine Bridge von SONOS vonnöten. Dies empfinde ich etwas als Nachteil, allerdings ist sie mit 49 Euro durchaus bezahlbar und daher bei der Anschaffung von SONOS auch zu empfehlen. Der Hersteller bietet neben der Bridge verschiedene Arten der Lautsprecher an, derzeit gibt es den größeren Play:5 und den kleineren Play:3. Wobei schon die „kleineren“ Play:3 durchaus ausreichend sind und ordentlich Alarm machen, in meinen Augen völlig ausreichend für die durchschnittlichen Wohnräume des deutschen Mittelstands. :D

Die Einrichtung

Die Funktionen der Bridge sind schon oben eigentlich beschrieben, das Teil verbindet ihr via Netzwerkkabel mit eurem Router und hängt es an den Strom. Verbunden wird es nach der Installation der SONOS-Software auf eurem PC, Smartphone o.ä. mittels Knopfdruck. Beide Geräte müssen sich im selben Netzwerk befinden und dürften sich dann binnen Millisekunden nach dem Knopfdruck schon finden bzw. verbinden. Jetzt packt ihr eure Lautspecher, in diesem Falle den Play:3 irgendwo in eure Wohnung an einen gewünschten Ort mit Steckdose. Strom rein, in der Software im Menü ein weiteres Gerät hinzufügen und auf dem Lautsprecher die in der Anleitung beschriebenen Knöpfe drücken. Auch hier sollte in der Software sofort das Gerät erkannt werden, welchem ihr dann noch einen passenden Namen geben könnt.

So einfach funktioniert das. Die Einrichtung ohne Bridge ist so ähnlich, nur eben mit nötiger Kabel-Verbindung zwischen Router und Lautsprecher. Die Einrichtung funktioniert mit der Android-App übrigens auch genauso, hier ist der gleiche Funktionsumfang wie in der PC-Software gegeben, zumindest konnte ich nichts anderes feststellen. In beiden Anwendungen könnt ihr nun die Lautsprecher nach belieben einstellen, so lassen sich für einzelne Lautsprecher verschiedene Equalizer-Einstellungen vornehmen, man kann mehrere Lautsprecher zu einem Stereopaar zusammenführen und selbst die Status-LEDs an den Komponenten lassen sich deaktivieren.

Party Rock is in the house tonight

Nachdem wir alles nach unseren Wünschen eingerichtet haben, können wir nun noch unsere lokale Musikbibliothek in der SONOS-Anwendung hinzufügen. Doch nicht nur lokale Musik lässt sich abspielen, sondern auch Radio-Streams aus dem Netz oder auch bekannte Dienste wie Last.FM, Napster, Juke und so weiter können genutzt werden. Neben den schon integrierten Diensten lassen sich zudem noch weitere hinzufügen, weshalb ein nahezu unendliches Musikangebot verfügbar ist. Leider scheint mir die Integration der lokalen Bibliothek wiederum noch nicht voll ausgereift, da ich selbst nach dem dritten Scan nach neuer Musik diese nicht in der Anwendung angezeigt bekam. Auch Drag & Drop vermisse ich schmerzlich.

Ansonsten macht SONOS was es soll, es spielt meine gewünschte Musik dort ab, wo ich sie haben möchte und kann auf Wunsch via Party-Modus auch auf allen Geräten gleichzeitig die gleiche Musik abspielen lassen. Jeder Lautsprecher hat eine eigene Lautstärke-Regelung in der Software und auch mit Knöpfen direkt am Gerät selbst. Die Steuerung funktioniert mit dem Smartphone und dem PC tadellos, via Windows kann man sogar Musik auf den Geräten ohne die SONOS-Software abspielen, da diese automatisch als Netzwerk-Player vom Windows Media Player erkannt werden.

Die Klangqualität würde ich als sehr gut bezeichnen, es fehlt allerdings etwas der Druck bei den Play:3-Lautsprechern, der verbaute Subwoofer könnte etwas mehr Klangvielfalt bieten. Wer da aber mehr möchte, muss dann eben zum größeren Play:5 greifen.

Fazit

Der Review ist etwas kurz ausgefallen, keine Frage, viel gibt es aber zu Lautsprechern auch nicht zu sagen. Denn mehr ist SONOS an sich nicht, allerdings mit gewissen Vorzügen zu einem normalen Lautsprecher. Wer gerne sein Haus vernetzen  und die Musik von einem zentralen Punkt steuern möchte, der ist bei SONOS aber mal so was von genau an der richtigen Stelle. Die Qualität der Produkte kann sich sehen lassen, die Optik auch und das gesamte System wirkt auf mich vollkommen durchdacht. Gerade für Räume wie die Küche, das Bad, Schlafzimmer, von mir aus auch die Garage oder für den Balkon ist dieses System perfekt geeignet. Denn man kann es überall dort gut verwenden, wo man nicht gerade zwingend eine 7.2 Heimkinoanlage bzw. die brutalste Beschallung benötigt.

Etwas schlucken musste ich bei den aufgerufenen Preisen, welche der Hersteller beispielsweise für den Play:3 verlangt, hier muss man 299 Euro hinblättern. Alles in allem kein günstiges aber ein verdammt gutes Produkt. Etwas sparen könnt ihr bei folgendem Amazon-Angebot, wo es Bridge und Play:3 für 299 Euro gibt. Ansonsten gibt es alle weiteren Informationen auf der offiziellen SONOS-Webseite, auch zu anderen Produkten wie den hauseigenen Streaming-Verstärkern.

  • caschy

    Der Preis ist ein Schnapper, da es nichts Vergleichbares, bzw. Besseres gibt. Die Play S5, so der neue Name, hat btw. noch nen Line-In, kann mittels AP Express auch AiPlay-fähig gemacht werden, was wirklich klasse ist.