Bislang hatte das Android-Betriebssystem nicht verhindert, dass eine Nachverfolgung von Nutzern per App „unbemerkt“ möglich ist. Neue Richtlinien verändern demnächst allerdings, wie sich derartige Apps verhalten müssen, wenn sie über den Google Play Store angeboten werden. Stalkerware-Apps können euch verfolgen, eure Anrufe, euren Standortverlauf und einige andere Dinge aufzeichnen und übermitteln. Für den Einsatz dieser Apps gibt es verschiedene Gründe, verstecken lassen sollen sich nun nicht mehr.

Stalkerware ist jetzt klarer definiert

Google hat für Stalkerware neue Richtlinien für den Google Play Store veröffentlicht, um „akzeptable Formen“ dieser Apps neu auszulegen. Um zu verhindern, dass derartige Apps ohne das Wissen der betroffenen Nutzer ausgeführt werden, fordert Google ab diesem Herbst die dauerhafte Einblendung einer Benachrichtigung und die Bestätigung der betroffenen Nutzer.

„Akzeptable Formen dieser Apps können von Eltern verwendet werden, um ihre Kinder zu verfolgen. Diese Apps können jedoch nicht verwendet werden, um eine Person (z. B. einen Ehepartner) ohne deren Wissen oder Erlaubnis zu verfolgen, es sei denn, während der Datenübertragung wird eine dauerhafte Benachrichtigung angezeigt.“

Betroffene Stalkerware sind Apps, die „persönliche Informationen ohne angemessene Benachrichtigung oder Zustimmung von Geräten übertragen und keine dauerhafte Benachrichtigung darüber anzeigen, dass dies geschieht.“

Google ging schon einmal gegen Werbeanzeigen für solche Apps vor, doch dieses Verbot wurde einfach umgangen. Was natürlich schon heute ein schlechtes Licht auf die Umsetzung der neuen Maßnahmen wirft. Google zeigte sich in der Vergangenheit nicht immer konsequent, wenn es um die Durchsetzung der eigenen Regelungen ging.

via zdnet

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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