Folge uns

News

StreamOn-Angebot der Telekom ist rechtswidrig

Veröffentlicht

am

Telekom StreamOn Header

Seit ihrem Start sind sie stark umstritten, die Zero-Rating-Angebote von Telekom und Vodafone spalten das Internet. Nach Auffassung vieler verstoßen diese Angebote gegen die Netzneutralität, auch beim Verwaltungsgericht Köln sieht man das so. In der derzeitigen Ausführung sei das StreamOn-Angebot weiterhin rechtswidrig, da es gegen die Netzneutralität sowie Roaming-Regelungen verstoße. Festgestellt hatte das die Bundesnetzagentur, die Bestätigung gibt es durch das VG Köln.

Nutzt der Kunde „StreamOn“ im europäischen Ausland, so erfolgt weiterhin eine Anrechnung auf das im jeweiligen Tarif enthaltene Datenvolumen. Durch die Buchung des Produkts „StreamOn“ willigt der Kunde in bestimmten Tarifen zudem ein, dass die Bandbreite (Datenübertragung) für Streamingdienste auf maximal 1,7 Mbit/s reduziert wird. Diese Bandbreite genügt nicht für ein Streaming in HD-Qualität. Die Bundesnetzagentur stellte fest, dass dieses „StreamOn“-Angebot gegen den europarechtlich verankerten Grundsatz der Netzneutralität sowie gegen europäische Roaming-Regelungen verstoße, und untersagte die Fortführung von „StreamOn“ in der derzeitigen konkreten Ausgestaltung.

Ein Eilantrag der Telekom gegen einen Bescheid der Bundesnetzagentur wurde abgelehnt, wogegen Beschwerde eingelegt werden kann. Wird der Netzbetreiber auch tun, teilte die Telekom inzwischen mit. Man sehe keine Option darin, StreamOn einzustellen. Anpassungen will man wohl auch keine vornehmen.

Der hiergegen erhobene Eilantrag der Telekom blieb erfolglos. Zur Begründung führte das Gericht aus, der Grundsatz der Netzneutralität verpflichte Anbieter von Internetzugangsdiensten, wie die Telekom einer sei, den gesamten Verkehr bei der Erbringung von Internetzugangsdiensten gleich zu behandeln.

So positiv StreamOn für den Kunden im Alltag sein mag, so negativ sind derartige Angebote für das Internet im Ganzen. Es fehlt die Gleichbehandlung. Stellt euch vor, die meisten Internetdienste sind irgendwann nur noch in den teuersten Tarifen der Netzbetreiber uneingeschränkt nutzbar.

1 Kommentar
Wichtig: Nimmst du an dieser Diskussion teil und veröffentlichst einen Kommentar, stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Das Speichern von IP-Adressen durch Wordpress ist deaktiviert.

1 Kommentar

  1. Armin Leitner

    21. November 2018 at 11:45

    Anfrage zum Magenta Tarif
    Ich bin seit 40 Jahren bei der teueren Telekom/Post/Telegraphenamt etc. und habe heute keine Möglichkeit, auf den Service Magenta zu verzichten.Ich habe und brauche keine Filme, kein Fernsehen und allem kein ARD oder ZDF.
    Festnetz-Telefon flat ist komfortabel, von mir nicht oft genutzt, aber ok,
    Internet flat ist oft genutzt, ok.
    E-Mail-Service wird von mir intensiv genutzt, aber das Volumen ist zu klein und Zubuchung ist viel zu teuer.
    Was tun gegen diese Zwangsauflage der Magenta-Tarife ?

    Wer Filme gucken möchte soll auch dafür zahlen bzw. eine Flatrate abonnieren.
    Wer das aber nicht haben möchte, sollte auch die Möglichkeit haben dies ohne wenn und aber, im Internet abzuändern.
    Die Telekom war mal gut.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Beliebt