In den Top-Suchergebnissen nach Piraterieseiten tauchen bei Google jetzt viel weniger Originale auf, doch das führt zu einem ganz anderen Problem.

Suchmaschinen wie Google haben nicht nur wegen der schieren Menge an Nutzern eine große Verantwortung. Sie müssen auch Gesetzmäßigkeiten und Rechte aller bewahren oder das zumindest versuchen. Ganz typisch war in den letzten Jahren, dass man auch über Google ganz einfach illegale Webseiten finden konnte. Vorrangig natürlich solche Seiten, die etwa Filme und Serien illegal für Streaming oder Torrent-Downloads anboten. In letzter Zeit scheint Google aber härter durchzugreifen, bestätigt ein Torrentfreak-Bericht.

Googles Maßnahmen gehen nach hinten los

Lange wehrte sich Google gegen Maßnahmen, bestimmte Webseiten in der Suche zu unterdrücken. Was sich wohl geändert hat. Anhand einiger Beispiele konnten die Kollegen feststellen, dass Google die gesuchten Piraterieseiten nicht mehr auflistet. Was wiederum zu einem anderen Problem führt. Denn stattdessen tauchen Trittbrettfahrer ganz oben in den Suchergebnissen auf, die nur die Namen bekannter Seiten für ihre Zwecke missbrauchen. Im Vergleich mit anderen Suchmaschinen wird klar, dass Googles Algorithmen hierfür verantwortlich sind, nicht etwa gerichtliche Maßnahmen wegen Urheberrechtsverletzungen.

Während viele bekannte Webseiten bei Google aus den Top-Suchergebnissen verschwunden sind, tauchen sie bei Bing und DuckDuckGo wie gewohnt auf. Googles Maßnahmen kommen bei den Betreibern dieser Webseiten an, die sich über einen starken Rückgang der durch Google weitergeleiteten Nutzer beschweren. Zwar sind die durchgeführten Maßnahmen durchaus verständlich, führen aber zum erwähnten Problem. Es tauchen dadurch mehr Seiten in den Suchergebnissen auf, die andere Namen für ihre böswilligen Zwecke missbrauchen. Für die Nutzer ist das also sogar deutlich schlechter.

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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