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TP-Link Deco M5 im Test: Kinderleichtes Mesh-WLAN für das ganze Haus

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Nach wenigen Versuchen unsere Mehr-Etagen-Wohnung mit WLAN auszustatten, wurde mir das TP-Link Deco M5 für einen Testbericht bereitgestellt und wir haben das Mesh-WLAN mit Kusshand genommen. Einige Wochen ist das WLAN-System von TP-Link nun bei uns im Test, ich war direkt von Beginn an Feuer und Flamme. Aber ich war aus eigener Erfahrung auch etwas skeptisch, kannte von TP-Link bislang nur die billigen WiFi-Router für die minimalsten Einsatzzwecke.

249 Euro werden für das Deco M5 mit insgesamt drei WLAN-Modulen fällig. Ein satter Preis, dafür aber stattet man ein wirklich großes Haus oder auch eine große Wohnung mit leistungsstarkem WLAN aus. Grundlegend gibt es eine Basis, welche über zwei Ethernet-Anschlüsse verfügt – und ab 89 Euro einzeln erhältlich ist. Über einen der Kabelanschlüsse kommt das Internet vom Modem, der zweite Anschluss kann frei belegt werden.

Grundlegend muss man sich vorher darüber im Klaren sein, dass diese Geräte in erster Linie nur für das WLAN zuständig sein sollen. Sie bieten also wenige Anschlüsse, USB oder ähnliche Ports gibt es nicht. Die besagte Basis hat kein eigenes Modem integriert, kann mit Telefonen nichts anfangen und bietet auch sonst keine „nützlichen Ports“. Es bleibt also weiterhin das Kabelmodem im Einsatz, zumindest in meinem Fall.

Lieferumfang: 3 Deco M5 inklusive USB Typ C-Netzteil.

TP-Link Deco M5 lässt sich kinderleicht einrichten

Freunde, genau das erwarte ich von einem solchen System. Ich schließe die Basis an den Strom an, lade mir die offizielle App aus dem Google Play Store herunter und kann binnen Sekunden mein neues WLAN einrichten bzw. aktivieren. Das klappt nicht nur mit der Basis gut, auch die weiteren „Repeater“ sind in wenigen Sekunden in das System eingebunden und erweitern das WLAN großflächig. Übrigens sind alle Deco M5 gleich ausgestattet, bieten also je zwei Ethernet-Anschlüsse.

Innerhalb der App könnt ihr dann euer WLAN noch detaillierter konfigurieren, wie etwa einen alternativen DNS-Server hinterlegen, einen Speed-Test durchführen, die Kindersicherung und Firewall anpassen, Geräte auf die schwarze Liste setzen, Ports weiterleiten, Adressen reservieren und noch einiges mehr. In der Übersicht seht ihr alle angemeldeten Geräte, welche ihr höher priorisieren, umbenennen und Profilen zuordnen könnt.

Das Deco-System kann von mehreren Leute administriert werden, des Weiteren lassen sich die WiFi-Daten aus der App heraus schnell mit anderen Nutzern teilen. Mir persönlich fehlt es aber an einer klassischen WPS-Funktion, wie sie bei WLAN-Routern heute sonst eigentlich üblich ist. Aber das lässt sich verkraften, so oft muss ich mein WLAN nicht für andere Leute freigeben.

WLAN: Stabil und schnell

Auf dem Datenblatt versprechen die Hersteller heute immer viel, auch TP-Link bewirbt den AC1300 Standard. Aber kann so viel Speed generiert werden? Grundsätzlich nutze ich über WLAN fast nur meinen Breitbandanschluss, der mit 100 Mbit/s durch die Leitung geht. Egal wo und mit welchem Gerät, die Verbindung ist dank Deco M5 immer stabil und fix. Der „schwerste“ Teil ist sicher das 4K-Streaming, welches nahezu ohne Verzögerung in die höchste Qualität schaltet und stabil läuft.

In unserer Wohnung setze ich alle drei Geräte ein. Die Basis beim Modem im Wohnzimmer, eine weitere Station in unserer offenen Küche und das dritte Gerät auf der unteren Etage für ein stabiles Netz im Schlafzimmer und im Bad. Damit gelangt das WLAN stabil in alle Räume, trotz zwei Etagen und ziemlich vielen Wänden dazwischen. Selbst im Hof hinter dem Haus habe ich noch eine Verbindung.

TP-Link Deco M5 Test

Vergleich auf größte Distanz: Deco M5 mit drei Geräten vs. einzelner Router

Wie ihr sehen könnt, kommt im Bad und Schlafzimmer nicht mal ein Drittel der Bandbreite an, wenn ich nur eine einzige Basis für WLAN nutze würde. Ich hatte auch schon schlechtere Router im Vergleich, da kamen vielleicht noch instabile 10 Mbit/s durch. Im Umkehrschluss bedeutet das eine starke Verbesserung dank TP-Link Deco M5, das Internet ist voll nutzbar.

Im lokalen Datenaustausch zwischen Smartphone und PC mit WiFi-ac-Stick werden bei mir 3 – 4 Megabyte je Sekunde übertragen, sodass wir für ein knapp 700 Megabyte großes 4K Video bisschen was über drei Minuten zu warten haben. Leider habe ich kein NAS hier, um auch diesen Einsatzzweck zu testen. Problemlos ging dafür das Streamen des Videos an den Chromecast.

Fazit: Kinderleicht und gut zugleich

Wer ein großflächiges WLAN benötigt, das einfach einzurichten sowie zu verwalten ist, der dürfte mit dem Deco M5 absolut richtig liegen. Natürlich muss man erst mal über 200 Euro investieren, insofern denn drei Geräte nötig sind, doch das lohnt sich meines Erachtens auf jeden Fall. Begeistert bin ich inbesondere von der Stabilität, wir hatten über Wochen hinweg nicht ein einziges Mal irgendwelche Probleme mit dem WLAN.

Pro

  • Kinderleichte Einrichtung
  • Verwaltung per App
  • Stabiles, schnelles WLAN
  • Gast-WLAN (optional)
  • Router oder AP Funktionen
  • DNS, Portweiterleitung, etc.
  • Jederzeit erweiterbar
  • USB Typ C
  • Firewall, Kindersicherung, etc.
  • Klein, kompakt
  • LEDs abschaltbar

Contra

  • Modem weiter nötig
  • Ethernet-only, nur zwei je Gerät
  • WPS-Taste fehlt

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