Trotz drastisch reduzierter Erwartungen hatte Stadia von Google nie genügend Nutzer

Stadia Head

Stadia Controller und App.

Stadia konnte nie auf die Beine kommen, weil sich Google einfach gar nicht um den Dienst gekümmert hat.

Stadia ist seit ein paar Monaten nicht mehr nutzbar, der Streaming-Dienst für Spiele wurde eingestellt. Das hat dann nicht weiter überrascht, denn Stadia konnte keine Nutzerbasis aufbauen, die den Dienst auch nur annähernd rentabel gemacht hätte. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor.

In einem Fall vor Gericht sagen auch diverse Google-Leute aus, die sich zum Beispiel zum Wettbewerb äußern. Geladen war auch einer der hochrangigen Stadia-Mitarbeiter, der ganz spannende Infos enthüllt. Mit dem frühen Ende der eigenen Spiele-Studios war es bei Stadia im Grunde genommen schon gelaufen.

Google hatte zu diesem Zeitpunkt zwar die eigenen Erwartungen bereits massiv zurückgeschraubt, dennoch konnten nie genügend Nutzer erreicht werden. Es fehlte ein klarer Weg und damit war ein rentables Geschäft einfach nicht möglich. Ein negativer Kreislauf kam in Gang.

Wenige Nutzer führten zu wenigen AAA-Titeln, die zu noch weniger Nutzern führten

Lediglich 10 % Marktanteile hatte Stadia zum besten Zeitpunkt und damit nur 750.000 Nutzer. Hier biss sich die Katze in den eigenen Schwanz. Stadia war zu klein und konnte kaum wichtige AAA-Titel bieten, die kleine Nutzerbasis machte Stadia für Publisher und Entwickler sehr unattraktiv.

„Das Fehlen wichtiger AAA-Inhalte bei Stadia führte zu einem sich selbst tragenden Kreislauf, in dem Spieler aufgrund des Mangels an AAA-Spielen kein Stadia-Abonnement abonnierten und viele AAA-Spieleentwickler aufgrund der geringen Benutzerbasis keine Spiele für Stadia entwickelten.“

Stadia hatte Ambitionen, die Google dann leider schnell begraben hat. Schade.

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