Unfassbare Spiegel-Reportage offenbart: Tesla ist der große Feind

Tesla Model 2 Illustration Hero

Tesla Illustration via Midjoruney

Elektroautos und Tesla werden in einer Spiegel-Reportage ohne stichhaltige Beweise schlecht dargestellt; Marktprobleme und Vorurteile bestehen.

Es läuft bei Elektroautos nicht gut, der Markt hat ein Problem in diesem Jahr. Das ist kein Geheimnis. Dabei wird jedoch nicht unversucht gelassen, das Elektroauto im gleichen Zuge auch möglichst schlecht zu reden. Der übliche Klassenfeind ist dabei Tesla, offenbart auch eine neue Spiegel-Reportage, die schlechter nicht sein könnte, jedenfalls für das Elektroauto.

Gefragt wird nach Elektroautos dort, wo besonders die in der Vergangenheit lebende AfD stark ist, wo das Elektroauto ohnehin schon keinen guten Ruf hat. Aussagen aus kurzen Straßeninterviews werden einfach gesendet, ohne Kontext oder Aufklärung. Da werden wieder Leute gezeigt, die günstige Elektroautos mit 1.000 Kilometer Reichweite fordern.

Die Reportage versucht einen Skandal daraus zu machen, dass ein Autohersteller seine produzierten Fahrzeuge zwischenlagert. Man spricht vom „Friedhof der E-Autos“. Ich wohne in Zwickau, hier steht seit Jahrzehnten ein VW-Werk. Dreimal dürft ihr raten, wie viele größere Plätze es hier gibt, auf denen frisch produzierte Fahrzeuge (unabhängig des Antriebs) in Massen zwischengeparkt werden.

Spiegel-Reportage will Elektroautos in den Boden reden

Es wird gezielt das Narrativ bedient, dass Tesla besonders schlecht ist. Die LKWs fahren mit Diesel, der externe Sicherheitsmann fährt einen Verbrenner. Die ganze Reportage ist wirklich ein sehr abgrundtiefer schlechter Versuch, Elektroautos und Tesla ins schlechte Licht zu rücken. Dass „keiner was erzählen darf“, leuchtet eigentlich ein, da geht es so oder so um Firmengeheimnisse.

Und auch der Punkt, dass gebrauchte Elektroautos gerade nicht so beliebt sind, sollte einleuchten. Besonders Fahrzeuge, die nun ein paar Jahre auf dem Buckel haben, sind halt bei einigen Herstellern schlichtweg die allererste Generation. Ich würde auch als erfahrener Fahrer eher zu einer neueren Generation greifen, die bereits technische Verbesserungen erfahren hat.

Dass man ausgerechnet einen Wasserstoff-Experten zur Elektromobilität befragt, der Fotos von abgestellten Autos in die Kamera hält, macht den Bericht nur noch schlimmer. Es wird dabei komplett außer acht gelassen, dass Deutschland nur ein extrem kleiner Teil ist. Wir und unser Kaufverhalten sind nicht der Nabel der Welt, schaut zum Beispiel mal nach China.

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25 Kommentare zu „Unfassbare Spiegel-Reportage offenbart: Tesla ist der große Feind“

  1. Was ist daran unfassbar? Es ist doch wichtig, dass der Journalismus aufgedeckt, dass die Fahrzeuge produziert werden, aber sie keiner kauft. Unabhängig von Tesla. Die Hersteller reden ja alles schön. Ihr habt doch selber erst hier geschrieben, dass der Absatz im Keller ist.

    1. Noch viel schlimmer finde ich ja das deutlich wird das Tesla allen möglichen Leuten einen Maulkorb verpasst hat. Das ist wie in einer Diktatur. Es macht doch absolut Sinn zu überlegen warum etwas ist wie es ist und was man vielleicht daran verbessern könnte. Musk liefert viel dazu das jemand die Marke Tesla nicht kaufen will. Ich würde durch sein Verhalten nicht einmal auf die Idee kommen. Das ist wie fremdschämen.

      1. dann befragt doch mal Messebedienstete anderer Hersteller zu konkreten Vorwürfen, oder glaubst du ernsthaft, dass das bei VW und Co. anders ist? 🙄

      2. Die sogenannte Maulkorb Regelung ist absolut üblich. Jedes, aber auch wirklich jedes börsennotierte Unternehmen hat ein entsprechende organisatorische Regelung, wer befugt ist, Interviews geben, auf Presse anfragen zuantworten oder gar Pressemitteilungen rauszugeben. Wie soll das auch sonst funktionieren? Dafür gibt es jeweils Mitarbeitende, die über entsprechende interne Information verfügen und somit qualifizierte Antworten geben können.

      1. es geht nicht darum dass die Reportage bestimmte Tatsachen aufzeigt, sondern dass sie hier eindeutig polarisiert. das ist sicherlich nicht die Art wie guter Journalismus funktionieren sollte.

  2. Tesla ist der letzte Dreck.
    Die können Batterien und Software aber von KFZ Technik haben die keine Ahnung.
    Alleine wegen E.M. würde ich mir niemals einen Tesla kaufen.
    Du könntest mir einen schenken, was mach ich dann damit:
    ich fahre in möglichst viele andere Tesoas rein um so viele wie möglich aus dem Verkehr zu ziehen, von diesen Gummibereiften Kasper Kisten.

    1. Es besteht nicht der geringste Zweifel, dass die Verbrennung fossiler Brennstoffe eingedämmt werden muss wenn unser Planet langfristig bewohnbar bleiben soll. Tesla hat zum zwingend notwendigen Umstieg auf die Elektromobilität Pionierarbeit geleistet, die nicht hoch genug bewertet werden kann. Die Qualität der Fahrzeuge ist inzwischen auch sehr gut. Über alle Fahrzeugmarken hinweg hat Tesla die geringsten Reparaturkosten.
      Man muss nicht mit allem einverstanden sein, was der Firmenchef sonst noch so macht, um diese Tatsachen anzuerkennen.
      Niemand hat aufgehört Verbrenner zu fahren als der Golf von Mexiko mit Öl verseucht wurde, aber jetzt wird jedes Wort von Musk genutzt, um gegen die Elektomobilität zu hetzen. Interessant ist auch dass gerade diejenigen hetzen, die noch nie mit einem EAuto gefahren sind. Was soll das? Wir brauchen die Elektromobilität dringend! Hört auf dagegen zu hetzen und bleibt bitte bei den Fakten.

      1. Sehe ich genauso. Hier wird das Elektroauto besonders mies gemacht. Und in den anderen Kommentaren sieht man schon, dass das Feindbild definiert ist. Offen bleibt dabei, ob das wirkliche Kommentare von echten Menschen sind, oder ob hier nicht doch Trolle ihr Unwesen treiben. Gezielte Desinformation und Stimmungsmache soll die Bevölkerung möglichst lange bei der fossilen Technik halten.
        Die Frage ist „Cui Bono“: wem zum Vorteil. Und da ist man schnell bei den Profiteuren des ganzen fossilen Geschäfts: totalitäre (auch) arabische Staaten, Ölkonzerne, rückgewandte Konzerne, die den Wandel verschlafen oder ignoriert haben und klar, auch Russland. Dabei ist das nicht schwer zu verstehen: Wenn wir unsere ganze Energiewirtschaft und Mobilität auf elektrisch umstellen, stellen wir auf friedliche Technologien um, denn damit entziehen wir Diktatoren und menschenrechtsverachtenden Staaten die Finanzierungsgrundlage. Geben jedem die Möglichkeit, unabhängig selber günstig Energie zu erzeugen und Abhängigkeiten zu reduzieren.

        Es wird immer auf Elon Musk rumgehackt und dass man bei ihm kein Auto kaufen könne. Aber hat sich bisher schon ein Autokäufer darum geschert, ob jetzt ein Winterkorn, Zetsche, Blume oder Zipse an der Spitze des Herstellers seines Autos sitzt? Sicherlich ist Elon Musk sehr kritisch zu sehen, aber war Winterkorn jetzt besser? Ich denke man sollte sich selber ein Bild von der Elektromobilität machen und weniger auf die Trolle, Lobbies und Stammtische hören. Wer seinen eigenen Strom macht und diesen im Auto verfährt, merkt erst, wie viel Freiheit das bringt. Und merkt sofort, dass Multi Milliarden Interessen dagegen stehen und alles versuchen werden, das zu verhindern. Genauso wie die großen Ölkonzerne schon in den 80er Jahren wussten, wohin das verbrennen des ganzen Öls das Klima bringt.

        Also lasst Euch nichts erzählen, weder von der fossil finanzierten Presse oder den ganzen Trollen oder von ewig gestrigen Leuten

        1. René Bauerfeld

          Was für ein Märchen! „Friedensenergien“, wie unser genialer Finanzminister es nennt. Reiner Schwachsinn. Ich würde mich mal mit Energie- und Klimavorlesungen u.a. der Profs Sinn und Ganteför beschäftigen !

        2. Endlich gecheckt

          Endlich mal ein sachlich analysierten Kommentar, der aufzeigt, warum E-Mobilität so vernünftig ist!

    2. Hast du schon mal unter die Fronthaube deines Autos geschaut? Ich erschrecke jedesmal wenn ich das Gebastel sehe. Ingenieurskunst wie vor 100 Jahren.

  3. Es ist unglaublich, wie viel Hetze von den deutschen Autoherstellern gegen E-Autos gemacht wird. Das hat auch einen Grund: Sie wollen noch möglichst lange ihre stinkenden, Spritschlucker verkaufen. Denn bei E-Mobilität haben sie einfach verpennt, können keine Akkus herstellen (teuerstes Bauteil) und haben innovative Konkurrenz, die einfach bessere und geilere Autos baut.
    Ich fahre seit 2012 elektrisch (Renault und VW), lade sie mit PV-Strom für 1€ pro 100 km und habe es keine Sekunde bereut, ein E-Auto zu fahren. Die Beschleunigung ist gegenüber Verbrennern einfach der Hammer. Man zieht Porsche an der Ampel einfach ab und auch sonst macht Fahren richtig Spaß!
    Deshalb: Wer denken und rechnen kann fährt E-Auto, hat Spaß und schont seinen Geldbeutel. Wer der Medienhetze glaubt, bleibt halt im Gestern hängen und bleibt abhängig vom teuren Sprit.

    1. Genau so ist es. Wer einmal ein E-Auto hat, will nicht zurück ins fossile Zeitalter ;-)
      Wundere mich nur, warum sich manche (ewig gestrige?) so echauffieren…

  4. sorry, aber die Populistenmobile vom Musk sind mittlerweile der Zeit so weit hinterher, die Chinesen Meilen voraus. mir kommt es vor, als wärt ihr eine Werbeplattform für Tesla.

  5. Andreas Kaudel

    Spiegel, Focus, tictoc: wer auf die rechte Propaganda dieser Medien reinfällt, dem ist nicht mehr zu helfen. So ungefähr muss es wohl auch 33 gewesen sein.
    Liebe Leute: das hatten wir schon mal, und es war Scheiße. Also schaltet euer Hirn ein, und vertraut wieder auf Fakten!

    1. René Bauerfeld

      Richtig. Wer der gegenwärtigen Regierung in den Allerwertesten kriecht, landet unausweichlich in 1933 ff. inklusive selbst entmachtet Weltkrieg. Herzlichen Glückwunsch!

  6. Als die ersten Eisenbahnen fuhren:
    Die Pariser „Académie des science“ verkündete, dass die schnelle Bewegung der Reisenden eine Gehirnerkrankung, das sogenannte „Delirium furiosum“, hervorrufen könnte.
    Als die ersten Autos fuhren:
    Ausgerechnet Daimler prognostizierte, dass der Weltmarkt eine Million Fahrzeuge nicht überschreiten werde.
    Jetzt ist es die E-Mobilität die auf der Agenda steht.
    Und wieder grüßt das Murmeltier…

  7. moorhuhnschubser

    Ich spekulier mal bzgl Tesla: Wer Werbung ablehnt u nur auf Mund zu Mund Propaganda Wert legt soll spüren was Werbung bedeutet..

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