Ich gebe es ja zu: Ich bin auch nicht sonderlich konsequent dabei, meinen Fotos auf Instagram eine alternative Bildbeschreibung zu verpassen, damit nicht sehende Menschen im Ansatz erfassen können, was ich da fotografiert habe.

2016 ist „Äonen her“ beim Machine Learning

Schon 2016 hat Mutterkonzern Facebook daher den automatischen Alternativ-Text eingeführt, der von der Künstlichen Intelligenz für Bilder generiert wird. Wie TechCrunch schreibt, „Äonen her in der Geschichte des Machine Learnings“.

Seitdem haben die Entwickler das System stetig verbessert, zehn Mal mehr Dinge und Konzepte könnten nun erkannt werden, womit man nun bei etwa 1.200 landen würde. Um sich natürlich nicht festnageln zu lassen, leitet jede Bildbeschreibung mit „may be…“ ein, trotzdem sollen ganz abstruse Vermutungen nicht zur Anwendung kommen.

Sogar Ebenen im Bild werden erkannt

Doch damit noch nicht genug. Auch die Positionen verschiedener Dinge im Bild zueinander soll die AI künftig erkennen. Einerseits wird das Bild in drei Teile von oben nach unten eingeteilt (Top, Middle, Bottom), andererseits aber auch in der Tiefe in Primary, Secondary und Minor.

Das gibt nicht sehenden Menschen so viel mehr Möglichkeiten sich vorstellen zu können, was genau das Bild zeigt. Schließlich können sehende Menschen einfach heranzoomen oder mit dem Auge näher an den Bildschirm gehen – nicht sehende können das eben nicht und das muss irgendwie ausgeglichen werden.

Einfache Sprache für Bildbeschreibung

Grundsätzlich sollen Facebook und Instagram einfache Sprache bei der automatischen Bildbeschreibung nutzen, damit sie schnell und möglichst korrekt in andere Sprachen übersetzt werden kann. Das heißt aber nicht, dass das Feature auf der ganzen Welt gleichzeitig verteilt wird.

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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