Obwohl die meisten Hersteller für Smartphones, Notebooks und ähnliche Geräte längst umgestiegen sind, ist USB-C immer noch kein Standard für alle. Besonders viel Durcheinander gibt es bei Apple. Haben die bis dato aktuellen MacBook Air oder iPad Pro nur noch USB-C zu bieten, kommt zum Beispiel das iPhone seit vielen Jahren mit Lightning-Anschluss aus. Das wird sich ändern.

Bis Herbst 2024 soll USB Type-C der gemeinsame Ladeanschluss für alle Mobiltelefone, Tablets und Kameras in der EU werden, darauf einigten sich Parlament und Rat heute.

EU

Innerhalb der EU-Grenzen gibt es neue Vorgaben für Mobilgeräte mit Akku. Gemeint sind mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablets und Notebooks. USB-C ist hierfür jetzt als Standard vorgesehen und die Hersteller der Gadgets müssen sich dem beugen. Heißt auch, dass Apple die kommenden iPhones mit USB-C anbieten muss. Somit hat sich endlich ein Standard durchgesetzt, wenngleich nur mit politischer Hilfe.

Drei Eckpunkte:

  • Ein einziges Ladegerät für alle kleinen und mittelgroßen tragbaren elektronischen Geräte
  • Ladegeschwindigkeit harmonisiert für Geräte, die schnelles Laden unterstützen
  • Käufer können wählen, ob sie ein neues Gerät mit oder ohne Ladegerät kaufen möchten

Es wird nur etwas dauern, bis USB-C beim iPhone verfügbar ist. Das soll wohl erst mit der 2023er Generation geschehen.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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3 Kommentare

  1. Festlegung auf USB-C sehe ich kritisch.
    Nachteile:
    – nur kurze Kabellänge erlaubt
    – keine Kabelkodierung für Host und Peripheriegeräte (siehe USB-A/B)
    – nicht sehr robust (verglichen mit Lightning) daher müssen vermutlich häufiger Kabel nachgekauft werden
    – neue Standards und vielleicht bessere Lösungen werden blockiert

    Als Vorteil sehe ich nur, dass sich der USB-C Stecker in zwei Ausrichtungen einstecken lässt.
    Die höheren erlaubten Ladeströme sind aus Sicht des Umweltschutzes nicht wirklich ein Vorteil (so wirkt sich ein hoher Ladestrom z.B. negativ auf die Lebensdauer des Akkus aus)

    1. Sehe ich ähnlich wie Du.
      Es wird ja als ganz großes Argument das Thema Elektroschrott genannt: Handys landen selten im Müll, die werden meist weiter gegeben an die eigene Familie oder eben verkauft. Das Argument entfällt also schon mal.
      Schnellladen führt, wie Du schon beschrieben hast, zur schnelleren Abnutzung…..wäre der Akku wechselbar, kein ganz großes Problem. Die heutigen Handys haben nur keine Wechselakkus mehr. Und den Akku tauschen kostet dann gutes Geld, und ist in der Regel nur sehr schwer machbar: Wenn ich für den Akkutausch 140€ zahlen muss, rechnet sich das für viele Handys bis zur Mittelklasse schon gar nicht mehr, da kommt ein neues Handy fast billiger.
      Und Standard ist bei USB-C der Stecker, mehr aber auch nicht. Selbst das Laden funktioniert nicht überall gleich (schnell).
      Im Endeffekt wird dieser Standardisierungswahn nur zu höheren Preisen führen.

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