In den vergangenen zehn Jahren haben USB-Standardanschlüsse insbesondere die Märkte für Mobilgeräte dominiert. Das basierte aber in erste Linie auf freiwilligen Absprachen, an die sich nicht jeder Hersteller halten wollte. Während heute fast alle nach microUSB auf das modernere USB-C umgestiegen sind, ist sich Apple insbesondere beim iPhone treu geblieben und verbaut bis heute als einzige Gadgetmarke den sogenannten Lightning-Anschluss.

Aber schon seit langer Zeit möchte die europäische Politik einen Wandel, den sie bis heute nicht durchdrücken konnte. Es sollen möglichst alle mobilen Geräte einem gemeinsamen Standard folgen. Wie erwähnt, ist das mit USB-C schon gut vorangekommen. Aber es gibt immer noch Ausnahmen und Apple hat sich als populärste Marke lange Zeit dagegen gestemmt. Was irgendwie auch ziemlich kurios ist, bieten doch zum Beispiel das iPad Pro und das Macbook Air ausschließlich USB-C.

Apple verwendet USB-C nur in einem Teil seiner mobilen Geräte

Im Herbst kommt der Gesetzesvorschlag, berichtet auch die WiWo. Schon seit 2009 sind einheitliche Ladegeräte in der EU-Kommission ein Thema. Zumindest bei Smartphones sitzen nahezu alle Hersteller längst in einem Boot. Noch vor der Smartphone-Ära war es üblich, dass fast jeder Hersteller einen eigenen Anschluss verbaute und dann nicht mal in allen Modellen die gleiche Variante. Das damals extrem fragmentierte „Angebot“ ist von rund 30 Anschlüssen auf heute nur noch drei geschrumpft.

Während die EU für das eigene Vorhaben mit einer Reduzierung des Elektroschrotts argumentiert, sieht Apple darin das aktive Verhindern von Innovationen. Ich für meinen Teil bin ein riesiger Fan von USB-C, wie ich in einem Artikel über die von mir genutzten Gadgets darlegte. Ich sehe auch keinen Vorteil von Lightning, der die Position von Apple stärken würde.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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