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Auto & Fortbewegung

Vodafone macht NFC-Smartphones zum Autoschlüssel

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Vodafone startet mit Mercedes Benz in die nächste Ära der NFC-Smartphones, denn unsere digitalen Begleiter schließen nun auch unsere Autos auf. NFC bietet viele Möglichkeiten für die schnelle und drahtlose ( nur wenige Zentimeter) Übertragung von kleinen Datenpaketen, ohne dass die jeweiligen Geräte erst vorher umständlich gekoppelt werden müssen. Kompatible Fahrzeuge von Mercedes Benz können dank der Zusammenarbeit mit Vodafone auf Wunsch nun via NFC entriegelt und gestartet werden.

Dafür benötigt man eine spezielle NFC-SIM von Vodafone, zusätzlich die Wallet-App von Vodafone und auch ein NFC-fähiges Smartphone. Die besondere SIM wird benötigt, weil der digitale Fahrzeugschlüssel verschlüsselt auf einem Segment der SIM abgelegt wird. Gestartet wird der Service bei der neuen E-Klasse, teilt Vodafone zum Mittwochnachmittag mit.

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Internet benötigt der Kunde für den NFC-Schlüssel nicht, auf einem Rastplatz ohne Empfang lässt sich das Auto also trotzdem öffnen und starten. Unabdingbar scheint aber Strom zu sein, damit man vorher in der Wallet eben den digitalen Schlüssel auswählt, so wie man beispielsweise bei Android Pay vorher die richtige Kreditkarte auswählt.

Die Kollegen von Ausfahrt TV hatten sich das System bereits bei Mercedes vorführen lassen.

 

6 Kommentare

6 Comments

  1. MacDroid

    28. September 2016 at 15:59

    Kostet das Aufschließen des eigenen Autos dann zukünftig Geld oder wieso braucht man die Wallet-App und eine hinterlegte Kreditkarte, wenn schon der tolle Hokuspokus-NFC-Chip auf der SIM-Karte sitzt?

    Was soll das Ganze im Vergleich zu normalen keyless-Lösungen denn für Vorteile haben? Dort kann sich der Schlüssel bzw. die Schlüsselkarte irgendwo „am Mann“ befinden, während ich hier mein Handy heraus kamen und an die Tür halten muss… Eine verquerere Lösung hätte sich Mercedes kaum einfallen lassen können. Aber Nerds können damit sicherlich bei Freunden (sofern sie welche haben) punkten…

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      28. September 2016 at 16:16

      man braucht keine Kreditkarte, das war nur ein Beispiel dafür, wie man den Schlüssel auswählt. Es ist eben das gleiche Prinzip wie an einem Bezahlterminal, wo ich vorher in der App die entsprechende Kreditkarte auswähle.

      Und exakt hier ist dann auch das Argument dafür, denn Portmonee, Schlüssel, etc. bleiben daheim, ich brauche nur das eine Gerät für alles.

      • MacDroid

        28. September 2016 at 16:39

        Davon träumt Vodafone. Praxisnah ist das ganze nicht. Wo kann man denn hierzulande jenseits von Starbucks und ein paar ausgewählten Aldi-Filialen per NFC bezahlen?

        Keyless-Go-Karte in die Geldbörse und fertig … Ist wesentlich flexibler, als so eine verscherbelt Smartphone -„Lösung“.

      • Denny Fischer

        Denny Fischer

        28. September 2016 at 17:08

        Spielt keine Rolle, ob das heute praxisnah ist oder nicht, denn das sind wohl die wenigsten Produkte am Anfang ihres Lebenszyklus. Irgendwo und irgendwie muss man ja anfangen, der Rest entwickelt sich über die nächsten Jahre.

      • MacDroid

        28. September 2016 at 17:52

        Sorry, aber NFC ist seit einigen Jahren Thema, aber – selbst in den USA oder Südkorea – immer noch kaum akzeptiert.

        Es wird schon seine Gründe haben, weshalb Apple in seinen Geräten bis heute darauf verzichtet. Und da dürften die besten Markt-Analytiker der Branche sitzen. Dass gerade die deutschen Autobauer im Bereich der Fahrzeug-IT gerne auf’s falsche Pferd setzen, ist nun wirklich nichts neues…

      • Denny Fischer

        Denny Fischer

        28. September 2016 at 19:01

        selbst Smartphones haben nach über 5 Jahren erstmals ein Gerät erlebt, das für den Massenmarkt tauglich war. Bis der sich entwickelte, dauerte es noch eine Weile länger. NFC und andere Geschichten brauchen eben Zeit, wobei das von Markt zu Markt stark unterschiedlich ist.

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