CR-48 hieß das erste öffentliche Notebook von Google, welches als Referenzmodell fĂŒr das damals noch recht neue Chrome OS galt. Es war das erste Chromebook und sollte den Grundstein fĂŒr eine langfristige Zukunft legen. Auch wenn man damals sicher kaum daran geglaubt hatte. Denn vielfĂ€ltige und umfangreiche Web-Apps gab es zum damaligen Zeitpunkt nur wenige und Chrome OS bot tatsĂ€chlich kaum mehr als einen erweiterbaren Chrome-Browser.

Seither hat sich unfassbar viel getan. Chromebooks sind ein Massenprodukt und breiten sich allmĂ€hlich aus. Wobei in erster Linie noch immer als Education-Produkt, denn Chromebooks sind pflegeleicht, gĂŒnstig zu bekommen, mit langfristiger Update-Garantie versehen und schlussendlich kinderleicht zu bedienen. Trotzdem mussten die GerĂ€te viel umfangreicher als noch vor zehn Jahren werden, was zum Teil „von ganz allein“ passierte.

Apps, neues Web, Streaming und vieles mehr

Einerseits haben sich moderne sowie leistungsfĂ€hige Web-Standards entwickelt. Selbst Videobearbeitung ist heute direkt per Web-App möglich, unabhĂ€ngig des Betriebssystems. Streamingdienste wie Stadia bringen Gaming in die Cloud, ohne dass dafĂŒr das EndgerĂ€t Gaming-Power braucht. Und die Integration von Android brachte auf Chromebooks noch eine Auswahl gewohnter Smartphone-Apps. Zu guter Letzt wĂ€re noch die Vielfalt: Chrome OS ist Desktop und Tablet-Betriebssystem gleichermaßen.

Ich persönlich liebe Chromebooks, auch wenn die Einfachheit der GerÀte manchmal ein Stein im Weg sein kann. Aber der Markt entwickelt sich weiterhin in die richtige Richtung, damit wir eigentlich nur noch den Browser benötigen. Das hat man selbst bei deutschen Finanzbehörden eingesehen. Sogar Anwendungen wie Elster wandern ins Web ab und sind nicht mehr zwingend von Windows und Co. abhÀngig. Eine installationsfreie Zukunft ist eine gute Zukunft.

Chromebooks allein sind nicht die Zukunft, haben sie aber schon vor zehn Jahren vorhergesagt.

Denny Fischer

GrĂŒnder und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder ĂŒber die verlinkten Netzwerke.

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10 Kommentare

    1. NatĂŒrlich ging es mir um Elster Web, sollte ja aus dem Verweis auf Web-Apps hervorgegangen sein. Das klassische Elster-Programm wird mit diesem Jahr eingestampft. Chrome OS wird dort nicht direkt beim Namen genannt.

  1. Ich möchte Chrome OS auf einem Àlteren Laptop als Zweitsystem zum Laufen bringen. Wie geht das?

  2. Ich wĂŒrde mir gern ein Chromebook holen. Warum nur werden keine vernĂŒnftigen QualitĂ€ten angeboten?
    Aktuell nutze ich ein Xiaomi Notebook Air 12,5 Zoll mit Linux ubuntu und einem Vollmetallbody aus 2017.
    Das ganze kostete mich damals 395 ,- €
!!!!
    Ja man musste suchen und ein Angebot nutzen.
    Aber auch heute noch kann man diese Teile , die eine QualitĂ€t in Haptik und Bildschirm, wie die Macbooks von Apple haben, noch fĂŒr ca. 530,- € bekommen.
    Wenn nur nicht dieses besch******* Windows drauf wÀre.
    So muss der Umweg ĂŒber Linux gegangen werden.
    Also Google bekommt es endlich hin euer Chrome OS in stylische Applegleiche GerÀte zu packen. Alles andere ist nicht akzeptabel.

    1. Schau Dir doch mal das ASUS Chromebook Flip C433 oder C436 an. Ich finde, dass ist von der QualitĂ€t schon ordentlich und erfĂŒllt erhöhte AnsprĂŒche.

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