webOS ist ein Name aus vergangenen Zeiten. Aus Zeiten, in denen der Name „BlackBerry“ noch auf Tablets stand, HP welche herstellte und man sich einbildete, es gäbe eine echte Alternative zur bilateralen Herrschaft von Apple und Google. Vor nunmehr fünf Jahren hat sich LG dazu entschlossen, den Haufen Software aufzukaufen und auf seinen Fernsehern zu installieren. Das ist aktuell auch der einzige Anwendungsfall und selbst hier hat Android TV einfach die Nase vorn.

LG hat jetzt eine richtige und wichtige Entscheidung getroffen. webOS wurde jetzt nämlich als Open Source Edition veröffentlicht, zusammen mit einem SDK und Dokumentationen. Der Name des Betriebssystem rührt natürlich daher, dass Anwendungen in einem Web-Framework geschrieben werden, also letztendlich nur aus HTML, CSS und JavaScript bestehen. Ein bisschen wie bei ChromeOS. Durch die Leichtgewichtigkeit kann man webOS sogar auf einem Raspberry Pi 3 installieren.

Neben webOS gibt es nur noch wenige eigene Entwicklungen, die es mit Android und iOS aufnehmen wollen. Jolla zum Beispiel setzt immer noch auf Sailfish OS und Samsung auf Tizen. Mozilla hat mit Firefox OS schon längst aufgegeben, Windows oder gar Ubuntu auf Smartphones sind auch Geschichte. Die Open Source Edition von webOS wird jetzt sicherlich keine neue Generation einläuten. Für Bastler ergeben sich damit aber bestimmt neue Möglichkeiten. [via Liliputing]

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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