Weitere deutsche Autobauer setzen bald auf Agenturmodell für den Verkauf

BMW M3

Der Autoverkauf wird zukünftig weniger flexibel sein, Händler werden nur noch der lange Arm des Herstellers. BMW plant ebenfalls den Umstieg auf das Agenturmodell, was bei den BMW-Händlern nicht unbedingt für schlechte Laune sorgt, weil es wohl gute und faire Verträge für die Vertragspartner gibt.

BMW sei bei der Provision großzügig im Vergleich zur Konkurrenz. Bis zu 7,4 Prozent Provision soll es geben, davon sind 5,5 Prozent fix. Mercedes und Audi liegen wohl ähnlich. Bei anderen Marken wie Stellantis, wo die Fahrzeugpreise auch noch sehr viel niedriger liegen, fällt die Provision viel kleiner aus.

BMW stellt zukünftig den Kunden die Rechnungen direkt aus, während die Händler eine feste Gebühr für den Verkauf erhalten. Es ist eine neue Methode, um landesweit einheitliche Preise für identische Fahrzeugmodelle zu bieten und soll außerdem die Transparenz fördern. Kunden werden das begrüßen.

Für die Händler bedeutet das, zukünftig deutlich mehr den Service (nach dem Kauf) in den Vordergrund zu stellen, um Kunden halten oder gewinnen zu können, denn über den Fahrzeugpreis wird es nicht mehr möglich sein. Einigen Händlern täte das auch echt gut, muss ich aus eigener Erfahrung sagen.

BMW will ab 2026 auf das Agenturmodell wechseln.

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3 Kommentare zu „Weitere deutsche Autobauer setzen bald auf Agenturmodell für den Verkauf“

  1. Sehe ich anders, Kundenbindung durch Werkstattleistung war auch vorher schon nicht was die Händler konnten. Der Kunde kommt anfangs wegen der Garantie und dann nicht mehr. Da sind die Asiaten mit ihren längeren Garantiezeiträumen schlauer. Das Agenturmodell sorgt nur dafür, dass es keinen Verhandlungsspielraum beim Preis des Neuwagens mehr gibt. Ich erlebe das jetzt gerade bei der Suche nach einem BEV: mieses Angebot für den alten (25% unter Schwacke), kein Prozent auf den Listenpreis (der sich täglich ändern könnte) trotz Lagerfahrzeug oder miese Leasingfaktoren wegen des kalkulierten niedrigen Restwerts.

    1. In der Branche gibt’s den Spruch „Das erste Auto verkauft der Service“. Der ist vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß, aber früher war es schon so, dass Kunden zunächst mit ihrem Auto in die Werkstatt gefahren sind und wenn sie dort zufrieden waren, dann auch bei diesem Händler gekauft haben.

  2. „Kunden werden das begrüßen.“

    Also ich als Kunde begrüße das absolut nicht.

    Bisher konnte man auch mit BMW Händlern handeln und mit Rabatten ein Fahrzeug günstiger kaufen. Ein Kauf nur über die BMW AG bedeutet keinen Verhandlungspartner zu haben.

    Aktuell gibt es einige Mitarbeiterprogramme ( z.b. Corporate Benefits als Bekannte Seite) bei denen man bei Neuwagenkauf bei verschiedenen Herstellern automatische Nachlässe bekommt.

    Spricht man sein Autohaus mit so einem konkreten Beispiel an, unterbieten die die im Normalfall um einen als Kunden zu haben.

    Bei eigene Fahrzeug für 40-60Tsd können das Jahr einfach auch Mal 8000 Euro weniger sein. ( Gerade ein BMW Händler hier will erst gar nichts von verhandeln wissen, hat man einen Ausdruck eines Angebotes mit geht der drunter. Hat dann vielleicht etwas Provisionsverlust, aber immer noch Provision).

    Fällt der Verhandlungspartner Händler weg, gibt es wie bei Tesla einen Fixpreis. Und der ist halt deutlich höher. Das ist schön für BMW und deren Gewinn, aber Mist für Käufer die verhandeln. Die bekommen den hohen Einheitspreis.

    Die verschiedenen Preise die BMW Händler ohne Behandlung aktuell haben- die sind alle immer unter den Listenpreis.

    Also Wochen leider ist wirklich so dumm und möchte einen teuren Einheitspreis?

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