Seit nun knapp fünf Monaten steht Huawei auf der schwarzen Liste in den USA und darf mit US-Unternehmen wie Google nur eingeschränkt zusammenarbeiten. Doch wie sehr wirkt sich der Kampf um die Google-Dienste auf die Smartphone-Verkäufe der Chinesen überhaupt aus? Immerhin bekommt Huawei reichlich negative Presse, denn die Zukunft ist weiterhin unklar, Nutzer sind bzgl. […]

Seit nun knapp fünf Monaten steht Huawei auf der schwarzen Liste in den USA und darf mit US-Unternehmen wie Google nur eingeschränkt zusammenarbeiten. Doch wie sehr wirkt sich der Kampf um die Google-Dienste auf die Smartphone-Verkäufe der Chinesen überhaupt aus? Immerhin bekommt Huawei reichlich negative Presse, denn die Zukunft ist weiterhin unklar, Nutzer sind bzgl. App-Nutzung und Updates verunsichert. Könnte man jedenfalls glauben.

Komplett anders ist nämlich die Realität, sollen die neusten Zahlen des Herstellers verraten. In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres will Huawei ca. 185 Millionen Smartphones verkauft haben. 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Von einer Verunsicherung kann also nicht die Rede sein, was ein positives Zeichen aber nicht die ganze Story ist. Wir sollten nämlich nicht vergessen, dass sich bis zum Huawei Mate 30 für Kunden faktisch nichts änderte.

Auswirkungen würden sich erst später zeigen

Bisherige Smartphones wurden aktualisiert und hatten vollen Zugriff auf alle Google-Dienste. Erst die Mate 30-Serie kommt bislang ohne Google-Apps aus, weshalb der Verkauf in Europa weiterhin eine unklare und verzögerte Angelegenheit ist. Und wenn die Geräte nicht großflächig im Handel landen, wird sie keiner kaufen können. Tatsächlich wären Auswirkungen der US-Sanktionen erst zu erkennen, wenn Mate 30 und P40 nicht „normal“ im Handel landen oder eben ohne Google-Dienste.

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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