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Wiko: Französische Smartphone-Marke mit chinesischer Heimat

Wiedermal habe ich heute ein Smartphone von Wiko als chinesisches Smartphone beschrieben und bekomme wie immer etwas Gegenwind. Wiko sei doch ein französischer Hersteller, ist das übliche Argument. Keine Frage, Wiko ist ein französisches Unternehmen und sogar in Frankreich gegründet, was sogar für einen großen Erfolg aufgrund des patriotischen Gedankens bei den Nachbarn sorgt, uns allerdings nicht hinters Licht führt. Vorweg will ich direkt klarstellen, dass wir gar nichts gegen die Geräte von Wiko haben, sondern eigentlich nur aufzeigen wollen, woher die Geräte wirklich stammen.

Ja, auch Apple und Co produzieren günstig in China, entwickeln ihre Geräte aber selbst und vertreiben diese auch nur unter der eigenen Marke. Wiko hingegen ist nur ein Label, welches auf Smartphones eines chinesischen Herstellers gepappt wird. Tinno steckt hinter Wiko und hat wohl an der französischen Marke weit über 90% Anteile. Wiko scheint sich in Europa um das Marketing, den Support und auch um Software-Updates zu kümmern. Diese Arbeit machen sie auch gut, zumindest sind das meine Erfahrungen. Die Entwicklung der Smartphones findet aber nicht in Frankreich statt, sondern in China bei Tinno.

Tinno macht das übrigens geschickt, da sie in einigen Ländern Smartphones unter verschiedenen Marken vertreiben. Auch der vermeintliche indische Hersteller Micromax hängt mit Tinno zusammen. So sind beispielsweise das Wiko Highway 4G und das Micromax Canvas Knight in Wahrheit nur das Tinno Energon. Dieses „rebranding“ ermöglicht allerdings auch günstige Smartphones, wovon wir als Kunde letztlich profitieren.

2015-02-12 21_29_35(via ZDnet, Wiki)