Xiaomi-Elektroauto „eher durchschnittlich“ – was bleibt vom Hype?

Xiaomi-SU7

Xiaomis erstes Elektroauto wird diskutiert, bietet jedoch keine bahnbrechenden Innovationen und bleibt in vielen Bereichen durchschnittlich.

Bei uns wird es das erste Elektroauto von Xiaomi in den kommenden Monaten nicht geben, dennoch ist es in der normalen Bevölkerung abseits der Tesla-Elektroautos auf jeden Fall ein Gespräch. Ich selbst wurde jetzt schon mehrmals darauf angesprochen. Es scheint Xiaomi ein großer Wurf gelungen zu sein, zumindest von außen betrachtet. Aber es gibt auch sehr viel Ernüchterung, denn so genial ist die Elektro-Limousine nicht.

Optisch will Xiaomi ein sehr sportliches Fahrzeug bieten, aber vergleichbare Elektro-Limousinen gibt es von chinesischen Automarken inzwischen einen großen Haufen. Es fehlt eine eigene Identität, das Fahrzeug von Xiaomi ist nahezu beliebig austauschbar. Kritik gibt es auch für das Infotainment, das deutsche Kollegen als „eher durchschnittlich“ einstufen. Es ist bunt und umfangreich, aber nicht irgendwie neu oder gar beeindruckend.

Nicht so gut kommt außerdem das Assistenzangebot weg. Es sind viele Standards vorhanden, mehr aber auch nicht. Unsere Kollegen vom Spiegel mussten feststellen, dass es dem System manchmal schon zu viel ist, wenn die Fahrbahnmarkierung fehlt. Von einem Autopiloten scheint Xiaomi also auch noch sehr weit weg zu sein, wenn schon die Standards nur mäßig überzeugen.

Immerhin passt die Fahrdynamik. Unebenheiten werden fein gefedert, das Fahrwerk wirkt präzise. Das erste Elektroauto von Xiaomi zeigt sich als „engagiert und leidenschaftlich“ und verbindet Lenkrad mit Fahrbahn sehr gut. Andere chinesische Autos sind eher langweilig und weit weg von Marken wie BMW. Auch das verbaute Bremssystem soll überzeugen, die Beschleunigung sowieso.

Xiaomi bietet ein gewöhnliches Fahrzeug, das noch nicht in jeder Kategorie überzeugen kann

Für Xiaomi funktioniert so ein Fahrzeug sehr gut, schreiben die Kollegen in ihrem Fazit. Denn es ist gut, aber auch einfach nur gewöhnlich. Man hat sicher nicht das Auto oder Elektroauto neu erfunden. Xiaomi wird erst einmal mit dem Rest mitschwimmen. Ob das jedoch reicht, um mal eine große Nummer im Autobau zu werden, bleibt abzuwarten.

Mit * markierte Links sind provisionierte Affiliate-Links.

17 Kommentare zu „Xiaomi-Elektroauto „eher durchschnittlich“ – was bleibt vom Hype?“

    1. Vielleicht sollte Autor mal die Preise Xiaomi und ID3 vergleichen. Damit völlig überteuerte und im Infotainment Bereich einfach nur schlechte VW überhaupt noch konkurrenzfäusind, muss man den Newcomer schlecht reden.

      1. Die Konkurrenz ist nicht VW, sondern die etablierten Chinesen. Ich würde jederzeit einen Xpeng, Geely oder neuen BYD dem Xiaomi vorziehen. Hat eigentlich irgendjemand geglaubt, dass Xiaomi aus dem Stand ein konkurrenzfähiges Auto auf die Beine stellt?

  1. Klingt doch erstmal sehr vernünftig. Bis der Wagen hier ankommt wird wohl noch etwas Wasser den Jangtse hinunterfließen.

    Die Computerbild schreibt heute von zahlreichen Updates in nächster Zeit:

    „Neue Versionen bringen frische Funktionen

    Denn wie das Portal Gizchina berichtet, bringt HyperOS 1.1.0 unter anderem die kabellose Nutzung von Apple CarPlay sowie die Beta-Version eines „fortschrittlichen Fahrassistenzsystems für städtische Umgebungen“ in das SU7. Zudem wird es Fahrerinnen und Fahrern möglich sein, den Stromer per Smartphone ferngesteuert einzuparken und bis zu vier Wearables per NFC als Fahrzeugschlüssel zu verwenden. Auch ein NFC-Schalter zur Aktivierung des kabellosen Ladens von Smartphones aktiviert HyperOS 1.1.0. Dem Bericht zufolge erscheint das Update noch Anfang Mai 2024. Ende desselben Monats soll die Aktualisierung auf Version 1.2.0 folgen und unter anderem einen Totwinkel-Assistenten und ein adaptives Head-up-Display mit automatischer Höhenanpassung mit sich bringen.“

  2. Thorsten Grinsegut

    Ziemlich sinnloser Artikel.

    Wer attestiert einem BMW heute bitte noch Interessant zu sein?
    Die hinken gewaltig hinterher und verlangen Mondpreise für Ihr seit Jahren kaum verändertes Design. Von deren hässlichen E-Autos ganz zu schweigen.

    Da ist ein SU7 sehr erfrischend gegen. Bei der Variation, dir die die Smartphones mit sich bringen, wird es nicht lange dauern, dass sich die Autos so individualisierbar sind.

    Man sieht es am Markt doch sehr gut: Die deutschen Fabrikate sind eher langweilig und hinken der Zeit hinterher.

    1. Wenn du der Meinung bist, dass BMW technisch hinterher hinkt warst du wohl die letzten 2 Jahre im Kloster. Selbiges gilt für deine Design-Kritik.

      1. Thorsten Grinsegut

        Deutsche Infotainment Systeme und BMW als Bahnbrecher… dann braucht man sich über den Rückgang deutscher Autos nicht wundern.

        Aber immerhin ein paar Jahre wird das noch gut gehen – noch lebt die Ü60 Verbrenner Fraktion noch.

      2. Haha, ja die BMW für 75.000 aufwärts sind tatsächlich ganz ok – und mit den wichtigsten Extras für zusätzliche 45.000 € kommen sie „bahnbrechend“ schon ein wenig nahe.

    2. K. Friederichs

      Meines Wissens sind I4 +I5 sehr sparsam und haben die besten Fahrassistenz-systeme. Und dass Sie lieber moderne Langweiler statt überkommenem BMW-Design (nebst vermutlich erstklassigem BMW-Fahrwerk) mögen, dürfte BMW ja nur einen Kunden kosten.

      1. Ein BMW für 50.000 aufwärts (i4) und 70.000 (i5) mit dem Xiaomi für 28.000 vergleichen und Kritik an den BMW Preisen als Neid abtun … Klasse Argumentation – super !
        Ich fahre übrigens seit über 30 Jahre Mercedes und BMW – S-Klasse, 740i, SL 500, 530D und andere. Ich weiß, dass BMW fantastische Autos bauen kann.
        Trotzdem sehe ich Xiaomi als hervorragendes Angebot.
        Neidisch bin ich nicht. Allerdings überzeugter Verbrennerfahrer.

  3. Was erwartet der Kommentator von einem neuen Fahrzeug? Es ist sicher nicht geschenkt aber günstiger als vergleichbare. Fliegen wird es auch nicht können, aber das kann ja noch kommen.

  4. wie üblich diskutiert man mit verschiedenen Meinungen. Leider lässt Neid und vielleicht auch Angst so manchen nicht ganz objektiv urteilen.
    ich finde es gut wenn neue gute Produkte auf den markt kommen. auch wenn’s aus china ist. gewartet muss es ja werden und das macht man dann ja wohl hier. die Einzelteile eines VW werden ohnehin in china gefertigt. ob man das dann weil hier zusammengebaut Made in Germany nennen sollte? dürfen tut mans zumindest. Die Photofilter sets im Shop eines Bekannten werden rechtlich einwandfrei als Made in Germany betitelt obwohl die Linsen natürlich aus china sind . aber das Set ist hier gemacht.
    versteht ihr was ich meine

  5. Ein absolut sinnloser Artikel.

    Da will jemand mit allen Mitteln etwas gutes mies reden.

    Fahrzeugpreis ist 28.000 Euro. Hier bekommt man ein Kleinwagen dafür.

    Man sollte lieber bemängeln, dass die Autos in Deutschland sündhaft teuer verkauft werden.

  6. Richard Himmelberger

    Also ich würd jetz erstmal Berichte von renommierten Automagazinen abwarten,bevor ich da ein Urteil abgeben würde.
    Schade finde ich eigentlich nur das die Sitze Kunstleder sind und da sollten sie schon was echtledernes reintun was dann halt auch auf den Preis schlägt.

  7. Man darf nicht vergessen, daß der Hype von den Konsumenten und vor allem von den Journalisten (auch Danny) entfacht wurde. Die Erwartungshaltung war dementsprechend groß. Xiaomi hat nur kommuniziert, daß sie ein E-Auto auf den Markt bringen. Sie haben doch nie gesagt, daß es DAS E-Auto ist. Und was sie geliefert haben scheint sehr solide für den Anfang. Na klar kann man meckern, das die Software in manchen Bereichen noch nicht rund läuft, aber wenn man bedenkt, wie lange die Etablierten gebraucht haben, bis Assistents- und Infotainment System laufen (wenn sie es denn tun), ist das was Xiaomi abgeliefert hat doch beachtlich.
    Und das ein Elektronik Hersteller nicht All In geht ohne zu wissen wie das Produkt ankommt ist jawohl auch klar (und auch besser für die hiesigen Produzenten).

Kommentar verfassen

Bleibt bitte nett zueinander!