Xiaomi bietet in seinen Topmodellen schnelles Aufladen mit bis zu 120 Watt an, was in etwa dem Zehnfachen der Ladegeschwindigkeit der bis dato aktuellsten Google-Smartphones (bis Pixel 5) entspricht. Da kommt natürlich unter anderem die Frage auf, wie gut das eigentlich für die integrierten Akkus sein kann, die heute fast immer fest verbaut sind und einen späteren Austausch somit umso teurer machen. Xiaomi hat Antworten.

HyperCharge mit 120 Watt: „Das haben wir wirklich, wirklich intensiv getestet“

Xiaomi beteuert wie auch andere Hersteller, dass man diese Technologien extrem lange und ausgiebig getestet hat. Hier kommen nämlich einige Faktoren zusammen, wie die mögliche Wärmeentwicklung. Dafür gibt es mehrere Sensoren im ganzen Smartphone, um die thermalen Bedingungen permanent im Blick zu haben.

Eine weitere Grundlage für das Schnellladen auf diesem Level ist die Aufteilung der Ladegeschwindigkeit auf „mehrere Kanäle“. In diesen Geräten stecken heute Akkus, die auf mehrere einzelne Akkus aufgeteilt sind. Man befüllt also „zwei Tanks gleichzeitig“, anstatt nur einen. Das ergibt neue Möglichkeiten, teilte Xiaomi den Kollegen von The Verge mit.

Das steckt drin: 

  • Zwei Ladungspumpen: Erhöht die Stromaufnahme und sorgt für weniger Überhitzung.
  • Mi-FC-Technologie: Durch diese von Xiaomi entwickelte Technologie kann länger eine hohe Stromstärke verwendet werden und die Erhaltungsladungszeit wird reduziert.
  • MTW-Technologie: Mehr Ladelaschen zur Reduzierung des internen Widerstands.
  • Zweizellenbatterie mit Graphen: Bessere elektrische Leitfähigkeit.
  • Durch diese Faktoren soll das Laden per HyperCharge nach Angaben des Herstellers für einen Verlust von nur 20 % der Kapazität sorgen, wenn der Akku rund 800 Ladezyklen hinter sich hat. Bei einer Ladung jeden Tag, hätte man nach zwei Jahren immer noch mehr als 80 % der Akkukapazität übrig. Das soll sich nicht weiter von handelsüblichen Ladesystemen unterscheiden.

Für die meisten Nutzer wäre das okay. Xiaomi geht bei 800 Ladezyklen von wenigstens zwei Jahren Nutzungszeit aus. Dennoch weiß man auch, dass für längere Ladevorgänge ein langsameres Ladegerät klug wäre. Wer aber in erster Linie den Schnelllader nutzt, soll dennoch auf absehbare Zeit keine negativen Einflüsse zu spüren bekommen.

Ladet ihr lieber schnell oder schont ihr eure Akkus so gut es geht mit langsamen Ladevorgängen?

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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