Derzeit geht die Nachfrage nach Smartphones zurück und die Verkäufe sinken quasi bei allen größeren Herstellern. Neue Berichte bestätigen, dass Samsung und Xiaomi auf Geräten sitzen.

Hat da etwa jemand die weitere Nachfrage überschätzt oder nicht mit einer weiteren Krise gerechnet? Aktuell ist es egal, wohin man derzeit schaut, ob Erdbeerfeld, Arbeitsmarkt oder die auf Technik ausgerichteten Branchen, alle befinden sich mehr oder weniger im Krisenmodus. Samsung und Xiaomi sollen aktuell jeweils auf sehr vielen Smartphones sitzen, die sie nicht abverkauft bekommen.

Samsung leidet unter Einbruch der Nachfrage

Erst kamen Berichte zu Samsung auf. Der südkoreanische Hersteller und Weltmarktführer hat ungefähr 50 Millionen Geräte in den Lagern. Das klingt nicht gerade nach Just-in-time, sondern eher nach Lager-Koller. Rund 18 Prozent der geplanten Smartphone-Exemplare für das gesamte Jahr sollen derzeit auf Lager liegen und das ist eindeutig zu viel. 10 Prozent oder weniger wären wohl normal, schreibt The Elec.

Xiaomi geht es auch nicht viel besser

Bis zu 30 Millionen Smartphones sollen in Lagern liegen, die eigentlich an potenzielle Xiaomi-Kunden rausgehen müssen. Das gilt aber auch für andere chinesische Marke, wozu noch Vivo und Oppo gehören. Allesamt haben ein vergleichbares Problem, sie verkaufen zu wenige Smartphones und haben gerade mehr Angebot als Nachfrage. Man hofft darauf, dass sich das im Laufe des Jahres wieder ändert.

Die Geräte müssen raus, sonst sind sie zu alt. Offensichtlich sind die Smartphone-Hersteller sehr schnell und mit einem großen Knall aus der Chipkrise rausgekommen. Den Boom haben sie aber überschätzt und mit Krieg in Europa hat wohl auch keiner gerechnet. Ich denke, die Hersteller müssen sich langsam ohnehin auf andere Zyklen einstellen, sie können nicht jeden Monat „neue“ Geräte vorstellen.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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2 Kommentare

  1. Bei Schaumi und Co liegt das Problem an zu vielen und oft zu teuren Geräten mit geringer Unterstützungsdauer. Ich sehe die Geräte nur noch aus dem Billigstbereich bei Kunden, statt Wiko und soweiter.
    Sumsang hat dagegen vor nicht allzulanger Zeit seine Unterstützungsdauer für sehr viele Geräte krass verlängert. Die Haltezeit steigt aber der Output an Ware hat sich noch kaum verringert, es entstehen Lagerbestände.
    Dann die privaten Kostensteigerungen, und allerorten neuerdings Handyservice gegen Obsoleszenz: Ein Kumpel hat gerade lieber das Display für deutlich unter einhundert Euro reparieren lassen, statt ein Neugerät mühselig wieder einrichten zu müssen.
    Alle Consumer Elektronikproduzenten müssen die Gewinnerwartungen künftig wohl eindampfen.

    1. Hinzu komm dann auch, dass Samsung (ähnlich wie Xiaomi) einfach zu viele zu ähnliche Geräte auf den Markt wirft.
      Warum sollte man sich ein Gerät der teueren S Serie holen, wenn kurze Zeit später in der A oder M Linie große Teile der Technik für einen Bruchteil des Geldes zu bekommen sind?

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