• Die Anzahl von Streams fließt schon seit Jahren in die Chartplatzierung mit ein.
  • Bislang galten aber nur Streams von kostenpflichtigen Angeboten.
  • Jetzt werden auch kostenlose Streams und YouTube berücksichtigt.

Tatsächlich werden Onlinestreams schon seit 2014 für die Platzierung von Singles und seit 2016 für jene von Alben in den „Offiziellen Deutschen Charts“ der GfK Entertainment (Gesellschaft für Konsumforschung) berücksichtigt. Zwar sind die konkreten Plattformen nicht herauszufinden, aber es heißt, dass nur sogenannte Premium-Streams, also solche, für die Nutzer auch per Flatrate zahlen, eine Rolle spielen. Wie viele Abrufe ein Song auf YouTube hat, wirkte sich demnach nicht auf die Chartplatzierung aus – bis jetzt.

In diesem Jahr gibt es eine große Neuerung bei den Charts, denn künftig sollen „auch Streams aus den werbefinanzierten, kostenfrei zugänglichen Musik-Angeboten von Audio- und Video-Streaming-Services berücksichtigt“ werden, was sich so liest, als würde nicht nur YouTube, sondern auch Spotify Free und Co. dazukommen. Googles Premium-Angebot YouTube Music wurde bislang wohl noch gar nicht für die Charts gewertet.

Klicks können leicht gekauft werden

Ich hoffe nur, die Verantwortlichen haben sich diesen Schritt gut überlegt, denn gerade YouTube ist in der Vergangenheit mit gekauften Klicks negativ aufgefallen. Besonders sehenswert ist zu diesem Thema diese Reportage vom Y-Kollektiv, die für einiges an Aufsehen gesorgt hat:

Übrigens sind die Charts umsatzbasiert, was auch erklärt, warum viele Künstler seit einigen Jahren verstärkt dicke CD-Boxen mit zusätzlichem Merch verkaufen, um die Umsatzzahlen in die Höhe zu treiben. Was haltet ihr von der Entscheidung, sowohl Free-Streams als auch YouTube für die Charts zu berücksichtigen?

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Jonathan Kemper

Freier Technikjournalist, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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