YouTuber baut sich eigenes Smart Display, das ich am liebsten direkt kaufen würde

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Bild: David Zhang/YouTube

Das beste Gadget ist das, das auf den eigenen Anwendungsfall perfekt zugeschnitten ist.

Der YouTuber David Zhang hat ein innovatives Projekt vorgestellt, das die Funktionalität seines Arbeitsplatzes erweitert: Ein individuell angepasstes E-Ink-Display, das nahtlos in sein Schreibtisch-Setup integriert ist und nützliche Informationen in energieeffizienter Weise bereitstellt. Es ist das „E-Ink-Schreibtischzubehör, das ich immer haben wollte“, schreibt Zhang im Titel seines Videos – und ich kann absolute nachvollziehen, warum.

Das kompakte Display zeichnet sich durch seinen geringen Stromverbrauch und die Always-On-Funktionalität aus, sodass wichtige Daten wie Uhrzeit, Wetter und Systemstatistiken jederzeit im Blick bleiben.

Durch die Verbindung zu Zhangs ebenfalls von ihm erdachten Makropad passt sich die Anzeige dynamisch an die aktuelle Nutzung an und zeigt beispielsweise beim Wechsel zum Laptop die verwendeten HDMI- und USB-Anschlüsse oder beim Gaming an der PlayStation 5 relevante Statistiken. Viel mehr und viel praktischere Informationen, als ich mir beispielsweise von meinem Google Nest Hub je erträumen könnte. Sogar eine Seite für die aktuellen Börsenkurse hat der YouTuber integriert.

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Bild: David Zhang/YouTube

Ein herausragendes Merkmal des von Zhang selbst entwickelten E-Ink-Gadgets ist seine Vielseitigkeit. Über eine WLAN-Verbindung können nicht nur Systemdaten, sondern auch Internetinformationen wie Aktienkurse abgerufen werden. Die vollständig anpassbare Benutzeroberfläche ermöglicht die Gestaltung individueller Themes.

Aufgrund der Eigenschaften des E-Ink-Displays ist die Anzeige – zumindest bei Tageslicht – aus jedem Winkel gut ablesbar und emittiert auch bei Dunkelheit kein störendes Licht. Eine Beleuchtung ist nicht eingebaut, das heißt, externes Licht ist zwingend notwendig, um es überhaupt ablesen zu können.

Das Projekt basiert auf dem LilyGo T5-Modul, das mit einem 4,7-Zoll-E-Ink-Display, einem ESP32-Mikrocontroller, einem JST-Anschluss für einen Lithium-Akku und einem USB-C-Port ausgestattet ist. Die ältere Version des Mini-Computers konnte ich online leider nicht mehr finden, die neue kostet beim Hersteller 40 US-Dollar, ist aber nicht mit dem von Zhang geschriebenen Code kompatibel.

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Bild: LilyGo

Nach der Installation von ESPHome und einigen in Coding investierten Stunden ist es Zhang gelungen, Grafiken, Text und Bilddateien auf dem Display darzustellen. Den kompletten Code stellt der YouTuber freundlicherweise Open-Source auf GitHub zur Verfügung, sodass man mit ein bisschen Begeisterung für Bastelei das Projekt selber umsetzen und mit dem nötigen Fachwissen (oder vielleicht auch ein bisschen KI-Hilfe) sogar nach eigenen Vorstellungen anpassen könnte.

Obwohl das Projekt noch einige Einschränkungen aufweist, wie die fehlende Unterstützung für Graustufen und eine noch nicht optimierte Akkulaufzeit, zeigt es das große Potenzial von E-Ink-Displays als Second Screen am Arbeitsplatz. Ich bin von Zhangs Arbeit jedenfalls inspiriert, das Gadget möglicherweise nachzubauen – noch lieber wäre es mir aber natürlich, man könnte es einfach fertig kaufen.

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