Einkaufslisten per Sprache befüllen, Musikgruppen und ähnliche Funktionen können ohne viel Einsatz die eigenen vier Wände smarter machen.

Das smarte Zuhause ist für viele wahrscheinlich noch eine eher rudimentäre Sache. Allein die Anschaffungspreise für smarte Hardware geht je nach Bedarf richtig ins Geld. Aber manchmal reichen schon die Möglichkeiten aus, die die Echo-Lautsprecher mit Amazon Alexa ohne zusätzliche Hardware bieten können und was diverse Software auf dem Kasten hat. In den letzten Wochen sind mir da drei Dinge aufgefallen, die ich neben der Lampensteuerung derzeit besonders gerne und häufig im Alltag verwende.

Musik im ganzen Haus

Einerseits haben wir seit einigen Monaten eine deutlich weitläufigere Wohnung mit mehr Räumen, also sind auch viel mehr Lautsprecher als früher verteilt. Büro, Bad, Kinderzimmer, Wohnzimmer, Küche, Flur… da kommt am Ende einiges zusammen. Neben der klassischen Ansteuerung einzelner Lautsprecher bin ich zuletzt ein Fan der Multiroom-Funktionen geworden. Ihr könnt nämlich mehrere Lautsprecher in Gruppen verknüpfen, damit sich Musik in mehreren Räumen synchron wiedergegeben lässt.

Hat man gleich mehrere Exemplare, etwa vom neuen Echo Dot 4, kommt da ein durchaus beachtliches Klangbild zustande. Einfach in der Alexa-App im Bereich der „Geräte“ über das Plus rechts oben in das „Lautsprecher kombinieren“-Menü navigieren, dort könnt ihr euch austoben.

Tonausgabe auf dem Amazon Echo

Im Büro verwende ich mein Microsoft Surface Laptop 3, dessen integrierte Lautsprecher sind für meine Einsatzzwecke eigentlich ausreichend. Besser wird es aber, wenn ich für die Tonausgabe auf den Echo Dot 4 setze, der hier direkt am Schreibtisch platziert ist. Der kleine und doch kraftvolle Lautsprecher kommt in zwei Anwendungsszenarien zum Einsatz. Einerseits als Bluetooth-Lautsprecher für mein Notebook, andererseits als Lautsprecher für den Fire TV Stick.

Letzterer hängt bei mir an einem PC-Monitor, der an der Wand platziert ist. Leider verfügt der Monitor über keine eigene Tonausgabe, weswegen eine alternative Lösung her musste. Ein Glück kann man den Ton vom Fire TV synchronisiert auf Echo-Lautsprechern ausgeben, was bei mir wirklich tadellos funktioniert. Und so habe ich einen Lautsprecher, über den ich das Smarthome steuere und alle Töne ausgebe.

In diesem Bereich ist ein smartes Heimkino denkbar, dafür einfach mehrere Echo-Lautsprecher mit Fire TV verbinden. Blöd finde ich hingegen die eingeschränkte Nutzbarkeit des AUX-Anschlusses, der auch am Echo Dot 4 nur für die Tonausgabe nutzbar ist.

Bring und Alexa: Einkaufsliste endlich so, wie sie sein sollte

Amazon bietet in der Alexa-App schon jeher eine eigene Listenfunktion, die bislang allerdings viel zu rudimentär ist. Außerdem will keiner freiwillig die Alexa-App verwenden, da die Android-Version extrem behäbig und allein deshalb eine Frechheit ist. Meine Frau und ich setzen schon länger für unsere Einkaufslisten auf Bring, doch bis vor wenigen Wochen war der Alexa-Skill hierfür extrem umständlich.

Dann kann aber endlich die gute Nachricht: Bring synchronisiert die Hauptliste jetzt endlich direkt mit der Alexa-Einkaufsliste. Für Produkte auf die Einkaufsliste von Bring zu setzen reicht daher der einfache Sprachbefehl aus: „Alexa, setze XYZ auf die Einkaufsliste“. Das ging bei uns allerdings nicht auf Anhieb, wir haben den Alexa-Skill von Bring zunächst deaktivieren und dann neu einrichten müssen.

So gehts: Android-Widgets für Features aus Amazon Alexa und Google Assistant

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.