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Marktgeschehen

3G, 4G, 5G: So schlecht steht es um deutsche Mobilfunknutzer

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Speedtest LTE WLAN Internet Header

4G (LTE) soll nahezu ganz Deutschland abdecken können, bald starten die ersten 5G-Testumgebungen und Tarife. Aber wie sieht es eigentlich in der Realität aus, wie schnell und vor allem in welchen Netztechnologien surfen die deutschen Mobilfunknutzer in 2019? Man berichtet bei Spiegel Online von regelrecht erbärmlichen Zuständen, das soll ein vorzeitig vorliegender Bericht der Bundesnetzagentur mit konkreten Zahlen fett unterstreichen können.

53% der deutschen SIM-Karten surfen nicht in LTE-Netzen

Richtig gelesen. Nur 47 Prozent der in Deutschland eingesetzten SIM-Karten hängen in Verträgen und Geräten mit Zugriff auf das gegenwärtige 4G-Netz, das in der Regel als LTE beworben wird. Was ein Problem ist, denn für mobiles Internet ist 4G seit Jahren der aktuelle Standard, das ältere, langsamere und in einigen weiteren Belangen schlechtere 3G stellt eher die Vergangenheit dar.

Viele hängen in der Vergangenheit, während die Gegenwart bereits durch die Zukunft ersetzt wird

Vorgaben der Bundesnetzagentur sorgen dafür, dass 3G seit einiger Zeit zurückgebaut oder zumindest nicht mehr ausgebaut wird. 50 Mbit/s sollen 98 Prozent der Haushalte in Deutschland erreichen können, das ist mit 3G gar nicht möglich. Natürlich handeln die Netzbetreiber entsprechend, warum auch alte Technologien ausbauen?

Gerade in ländlichen Gegenden macht sich bemerkbar, wie schlecht es heute um 3G steht, obwohl über 53 Prozent der deutschen Bürger mit 3G-Endgeräten oder Verträgen unterwegs sind. Bis heute werden viele Neuverträge nur mit 3G-Zugriff angeboten und eben auch verkauft.

Nur im Vodafone-Netz gibt es passablen UMTS-Empfang, bei der Telekom ist die UMTS-Versorgung überraschend lückenhaft: Wer kein LTE nutzen kann, bleibt bei diesem Provider auf dem Land zu 56,7 Prozent der Zeit ohne stabile Datenverbindung! Das ist vor allem deswegen fatal, weil die Telekom viele Kunden von Discount-Marken aus dem LTE-Netz aussperrt. (Computerbild)

Problem ist weiterhin, dass man sich bei Mobilfunkverträgen in der Regel über zwei Jahre bindet. Heute mit 3G in der Innenstadt mag noch funktionieren. Was ist aber, wenn es dich nach 6 Monaten aufs Land verschlägt und dort gar nichts mehr geht?

Wie schon oft hier im Blog erwähnt, ist der Speed auf dem Smartphone nahezu egal. Ob 30 oder 250 Mbit/s spielt eigentlich keine Rolle. Entscheidend ist die Netzverfügbarkeit, die mit 3G immer schlechter wird.

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