Damals wusste ich nichts davon: Oma kaufte unserem Sohn eine Toniebox. Ob ich mich selbst dafür entschieden hätte, kann ich bis heute nicht sagen. Was ich heute sagen kann: Die Toniebox funktioniert für uns sehr gut, die Anschaffung war keineswegs ein Fehler, ganz im Gegenteil sogar. Hier ein paar Worte zur Toniebox nach fast fünf Jahren.
Man muss den Machern jedenfalls lassen, dass ihr Konzept von Anfang an punkten konnte und im Markt extrem gut ankam. Hinter der Toniebox steht eine tolle Idee, die bis heute zündet. Es ging sogar jahrelang mit einem einzigen Angebot, denn bis vor Kurzem gab es nur die klassische Toniebox, die im Grunde genommen nicht viel mehr als ein Connected-Speaker in einer weichen Hülle ist.
Attraktiv wird das Konzept für Kinder, weil die sogenannten Toniefiguren heute eigentlich jedes denkbare Hörbuch-Franchise abbilden können. Egal ob weltweit bekannte Disney-Geschichte oder kleineres deutsches Projekt – es gibt für die Toniebox sehr wahrscheinlich eine entsprechende Figur.
Rund um die Weihnachtszeit werden sicherlich einige darüber nachdenken, sich eine Toniebox zu kaufen. Ich kann das nur empfehlen. Unser Sohn ist vor allem durch die Toniebox ein Liebhaber von Hörbüchern geworden und mit dem mobilen Lautsprecher sowie den Figuren ist er unabhängig von uns.

Schon in jungen Jahren konnte er durch die Figuren wissen, welche Geschichte er gerade aktiviert, ohne lesen zu können, ohne Zugriff auf einen Bildschirm haben zu müssen. Zugleich kann man die sehr individuellen Figuren sammeln, auch das gefällt den Kids und ich mag es ehrlich gesagt auch.
Wobei wir zugegebenermaßen nicht mehr jede Figur kaufen, sondern oft genug auch einfach bei uns in der Bibliothek ausleihen. So können wir super einfach checken, ob unser Sohn z. B. schon für TKKG und Co. bereit ist. Und manche Toniefiguren (Geschichten) sind nach ein paar Wochen auch einfach nicht mehr interessant.
Was auch schön ist: Die Toniefiguren sind einfach tauschbar, ihr könnt sie weitergeben oder gebraucht kaufen. Sie sind nicht an ein Gerät oder Konto gebunden. Das ist nur bei den Kreativtonies der Fall, die ihr dafür frei mit eigenen Medien bespielen könnt. Hierfür werden sie mit einem Konto verbunden, können davon mit der App jedoch jederzeit wieder gelöst werden.

Apropos App: Hierüber lassen sich auch digital Geschichten nachkaufen. Es ist so, dass es oftmals Tonies gibt, die vorinstallierte Geschichten bieten, ihr aber später neue Folgen nachkaufen könnt (deutlich günstiger als Figuren). Das ist insbesondere bei laufenden TV-Serien (Paw Patrol und Co.) interessant, wo es immer wieder neue Inhalte gibt.
Es gibt nur wenige Gründe zu meckern, die Akkulaufzeit bietet hier auch keinen Anlass. Wir hatten noch nie das Problem, dass die Toniebox plötzlich leer war. Der Akku hält stattdessen „ewig“ und ihr braucht auch im Urlaub kein Ladegerät. Das ist übrigens einer der wenigen Nachteile, denn das spezielle Ladegerät ist notwendig, es gibt keinen klassischen USB-Anschluss (bei Toniebox 1).

Das größte Ärgernis ist der Zweitmarkt der Toniefiguren. Dass man sie so frei weitergeben kann, führte inzwischen dazu, dass sich seltene Figuren auf Marktplätzen wie Vinted und Ebay hervorragend verkaufen lassen – das treibt die Preise nach oben. Sehr gefragte Figuren, die es nur in kleiner Auflage gab, werden gebraucht gerne mal für 50 Euro aufwärts verkauft – der Normalpreis liegt bei 16,99 Euro.

Nach fast fünf Jahren ist die Verarbeitung definitiv ein weiterer Pluspunkt für die Toniebox. Die Ohren für die Lautstärke bedienen sich wie am ersten Tag, das weiche Material ist nicht abgenutzt oder gar irgendwo kaputt. Nur die Farben der Figuren nutzen sich mit der Zeit ein wenig ab, was jedoch auch kaum der Rede wert ist.
Das neue Playset der Toniebox 2 hat mich bislang nicht beeindruckt, wir sind dafür aufgrund des Alters wohl auch nicht mehr Zielgruppe. Obwohl wir der Toniebox theoretisch langsam entwachsen, liebt unser Sohn die erste Generation immer noch sehr, verwendet sie täglich und freut sich über neue Figuren bzw. Geschichten immer wieder sehr.
