In den kommenden Monaten bringt Skoda zwei neue Elektroautos an den Start, mit dem Epiq gibt es das bislang kleinste Modell der Geschichte und mit dem Peaq den bislang größten Stromer der Tschechen. Dass man VW-Technik verwendet, ist jedem bekannt und dennoch gibt es eine Überraschung.
In den neuen Elektroautos der 2026er Generation steckt weiterhin die MEB-Technik von VW, allerdings gibt es natürlich eine Weiterentwicklung. Bei Skoda Epiq, VW ID. Polo und Co. spricht man von MEB+, unter anderem gibt es einen neuen Antrieb und eine komplette Neugestaltung bei der Batterie (neue Einheitszelle).

VW bringt China-Technologie nach Europa und Skoda is das Versuchskaninchen
Beim größeren Peaq, der erste elektrische Siebensitzer von Skoda, wird allerdings eine andere Plattform verwendet. Hier ist es immer noch MEB, aber davon eine weiterentwickelte Version. Gegenüber Autoexpress wurde bestätigt, dass Technologie von der brandneuen „China Electrical Architecture“ zum Einsatz kommt, die VW gemeinsam mit Xpeng für China entwickelt hat.
Diese neue Architektur ersetzt das bisherige elektrische System, um durch erhöhte Rechenleistung Funktionen wie KI und vollständige Over-the-Air-Updates zu ermöglichen. Durch die Reduzierung der Steuergeräte sinkt vor allem die Komplexität des Fahrzeugs, was gleichzeitig Entwicklungskosten und -zeiten verringert.

VW ist gerade schon auf dem Weg zum „Software-defined Vehicle“ und will eine mit Rivian entwickelte Lösung ab dem ID.1 (2027) sukzessive in die eigenen Autos (im westlichen Raum) integrieren. Dass man beim neuen Skoda allerdings auf die Technologie aus China setzt, ist zumindest mal eine große Überraschung und war so nicht zu erwarten.
Vor allem in China setzt VW gerade zum Neustart an. Dort hat man komplett neue Plattformen für die eigenen Fahrzeuge entwickelt und mit Xpeng gemeinsam einige neue Modelle in der Pipeline. Ich habe allerdings schon länger immer wieder betont, dass VW von diesen Erkenntnissen weltweit profitieren wird und danach sieht es jetzt auch wirklich aus.
VW hat noch etwas Luft nach oben
Der neue Peaq ist mit ca. 4,90 Meter definitiv das neue Flaggschiff von Skoda und wohl auch in der gesamten Core-Gruppe, denn wir erhoffen uns auch Verbesserungen gegenüber dem schon guten ID.7. Die Ladekurve und maximale Ladeleistung soll trotz 400-Volt noch einmal besser werden, die Reichweite könnte trotz SUV-Form bis zu 600 Kilometer betragen. Bei einem kleineren Akku, den es optional bestimmt gibt, könnte Skoda ebenfalls auf die günstigere LFP-Technologie setzen.
Klar ist aber auch: VW muss dann in den nächsten Jahren auf 800 Volt wechseln, die Preise der Fahrzeuge geben das auf jeden Fall her und die Konkurrenz fährt jetzt bereits weg.
