Volkswagen startet im ersten Markt in seine neue Zukunft, denn die Architektur „im Auto“ wird sich in den kommenden Jahren drastisch ändern. Was bei uns ab 2027 startet, geht in China jetzt schon in den Markt. Es ist das Software-Defined-Vehicle, das die Autobranche der nächsten Jahrzehnte prägen wird.
VW hat sich im Westen mit Rivian zusammengetan und setzt auf die Architektur des amerikanischen Unternehmens, das selbst Elektroautos anbietet und schon für seine jahrelange Zusammenarbeit mit Amazon bekannt ist. Im Osten setzt VW auf Partnerschaften mit ebenso bekannten Firmen, zum Beispiel mit Xpeng.
Nun hat VW sogar die Serienproduktion des ersten Modells auf der neuen China Electronic Architecture begonnen. Sie gibt einen Ausblick auf das, was dann auch 2027 mit dem ID.1 bei uns ankommt. Es ist die zonale Architektur, sie erfindet das Zusammenspiel aller elektronischen Teile komplett neu und ersetzt das alte System aus Kabeln und Steuerteilen.

Cariad nur noch ein Mitspieler: VW hat es ohne Hilfe nicht realisiert bekommen
Während Xpeng die zugrundeliegende Plattform bereitstellte, führte VW die Kernentwicklung unter Nutzung lizenzierter Technologien durch. Das hat zu einer besonders schnellen Entwicklung geführt: 18 Monate hat man nur gebraucht, nicht mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte.
Die zonale Architektur (in der chinesischen Plattform) reduziert die Anzahl der elektronischen Steuergeräte um rund 30 Prozent im Vergleich zu früheren Fahrzeuggenerationen. VW kann vor Ort durch eine tiefere Einbindung der Zulieferer und durch die lokale Entwicklung ganze 50 Prozent an Kosten einsparen.
Zonale Architektur bietet skalierbare Basis für alle Modelle, egal ob Kleinwagen oder Premium
Auch in Zukunft wird es günstiger, denn diese neue Architektur setzt auf ein einheitliches, skalierbares System für alle VW-Marken und Modelle – wie ein Android für Autohersteller. Die Basis, die im ID.1 steckt, gibt es dann auch in einem ID. Touareg, nur hat dieser dann mehr Premium-Module an Bord. Der Hersteller muss nicht jedesmal ein neues System entwickeln und kann das bestehende System jederzeit per OTA-Methode mit Updates ausstatten.
VW kann mit wettbewerbsfähigen Kosten in seine Zukunft gehen und neue Fahrzeugmodelle wesentlich schneller in den Markt bringen. Damit hat man alte Struktur aufgebrochen und zu einem großen Teil beerdigt. Allerdings war zuletzt hörbar, dass die Zusammenarbeit mit Rivian ins Stocken gerät.
Kritik an der Zukunft des Autos und Hoffnung für neues Infotainment
Außerdem wächst die Kritik, denn die Fahrzeuge sind womöglich schwieriger „selbst“ zu reparieren und der Hersteller hat deutlich mehr Einfluss auf das Fahrzeug als früher.
Außerdem müssen wir noch abwarten, was bei der durch den Nutzer bedienbaren Software passiert. Die Kritik am Infotainment aktueller Modelle reißt nicht ab, da muss auch unbedingt etwas in den kommenden Jahren passieren. Ich hoffe, dass da mit dem ID.1 ebenfalls ein Neuanfang gelingt.

Und was war nun die Aussage des Artikels? wir sind schon längst in den Business, aber eine Sau muss immer durchs Dorf getrieben werden. Auch der Begriff SDV ist jetzt auch nicht erst erfunden worden, sondern Geistert schon lange herum.VW hatte ja bewusst die Kosten für die SW weil die ist ja nichts wert an die Zulieferer ausgelagert, und wollte eben auch keine Verantwortung für die Entwicklung übernehmen. So ist der Zulieferermarkt entstanden. dann wollte man von heute auf morgen alles umdrehen und hat halt gelernt, was software machen wirklich bedeutet und welche Verantwortung einhergeht…das witzige dabei ist, dass man für das bereIts gelöste problem einfach eine neue Lösung sucht. Der lösungsraum ist unendlich gros , nur verlaufen sich dabei auch viele ….
Wenn es nicht so ernst wäre, könnte ich darüber lachen 😞!
Wie kann man in den wirtschaftlichen und geopolitische angespannten Zeit sich in eine solche wirtschaftliche und technologischen Abhängigkeit begeben. Im Westen, die USA, die sich gerade zu einem autokratischen Staat umbaut und im Osten China.
Wenn VW das schon nicht selbst auf die Reihe bekommt, warum werden nicht verlässliche europäische Partner gesucht?