Als hätten wir es geahnt, habe ich einen Tag vor der Pressemitteilung berichtet, dass Hyundai nun seine gesamte Modellpalette auf das neue Infotainment umstellen muss. Genau das wird man tun, bis 2030 sollen über 20 Millionen Fahrzeuge von Hyundai, Kia und Genesis auf die neue Plattform wechseln.
Pleos Connect ist das neue Infotainment-Paket, es bringt einen deutlich größeren Bildschirm in der Fahrzeugmitte und eine komplett neue Android-Software mit. Dabei bleibt ein fahrerrelevantes Display hinter dem Lenkrad für die wichtigsten Fahrdaten verfügbar, anders als das etwa bei Tesla der Fall ist.
Hyundai betont mit der Einführung auch wieder die Kombination aus Touch und physischen Elementen. Ähnlich wie es bei VW ist, die gerade die Rückkehr echter Tasten und Schalter feiern.
Bildschirm ist nun groß genug für Splitscreen-Ansicht
Das zentrale Display ist in drei Bereiche für Fahrinformationen, Anwendungen und eine Schnellzugriffsleiste für häufig genutzte Programme unterteilt. Die neue Gestaltung soll den großen Bildschirm deutlich besser ausnutzen und uns verschachtelte Menüs ersparen.

Mit dabei ist außerdem ein neuer Sprachassistent namens Gleo AI, der natürlich auf einem LLM basiert und komplexe, mehrstufige Befehle sowie den Kontext der Fahrt verstehen kann. Das Sprachsystem verfügt über eine zonenspezifische Erkennung, wodurch es identifizieren kann, von welchem Sitzplatz ein Befehl wie die Aktivierung der Sitzheizung kommt.
App-Angebot dank Android-Basis nun möglich
Neu für Hyundai-Kunden ist im Zuge der Einführung von Pleos Connect auch ein breiteres App-Angebot. Der integrierte App Market erlaubt die Nutzung von Drittanbieter-Diensten wie YouTube oder Spotify direkt im Fahrzeug, ohne dass eine Verbindung zum Smartphone erforderlich ist. Durch die neue Android-Basis ist die Bereitstellung von Apps nun deutlich einfacher möglich.
Ich hatte schon öfter betont, dass mir diese Lösung am besten gefällt. Der kleine Bildschirm mit Tempolimit, Tachometer und Navigationsrichtung im zentralen Blickfeld ist super nützlich. Für alles weitere darf gern im Zentrum ein großes Display verbaut sein. Dennoch haben wir schlussendlich noch sehr viel klassisches Cockpit vor uns im Vergleich zu Mercedes und Co.
Rollout ab dem Hyundai Ioniq 3
Das neue System startet wie bereits bekannt zuerst im Ioniq 3, in andere Bestandsmodelle kommt es dann sicherlich mit den nächsten Facelift-Generationen. Kia hat beim EV2 leider noch auf das alte System gesetzt, was ich unverständlich finde.
