Der billige Elektro-Kleinwagen: Ford traut sich, Absagen von Skoda und Seat

VW ID.1 ID.Every1 Hero

Die Elektromobilität hat die Gemüter in den letzten Jahren auch deshalb gespaltet, weil die Hersteller die günstigeren und kleinen Preisklassen erst gar nicht bedient haben. Besonders die Klasse der Kleinstwagen-nahen Kleinwagen bleibt weiterhin lückenhaft.

Wenn wir von billig oder günstig reden, dann beziehen wir uns auf den heutigen Markt und nicht auf Preise von früher. Mir ist schon klar, dass 20.000 Euro viel Geld ist, aber das ist der heutige Markt und damit müssen wir uns leider abfinden. Dennoch ist es eine Preisklasse, in der wir einige Automarken vermissen werden.

VW und Renault können es, Skoda und Seat nicht

Der Kleinstwagen existiert bei den heutigen Ausmaßen theoretisch nicht mehr, die elektrischen Fahrzeuge wie Renault Twingo oder VW ID.Every1 sind deutlich größer als die Originale aus den 80er oder 90er Jahren. Aber sie kommen wieder, teilweise mit dem Charme von früher, was vor allem für den Renault gilt. Der neue Twingo E-Tech ist aufgrund der neuen Größe jedoch ein Viertürer und kein Dreitürer.

Renault Twingo E-Tech 3

Renault kann den Startpreis bereits unter 20.000 Euro anbieten, aber nur denkbar knapp. Dennoch ist das in der Welt der Elektroautos noch keine Normalität und wird es auch nicht sein. Andere Marken haben längst mitgeteilt, dass sie Stromer in diesem Preissegment nicht mit Profitabilität realisieren können und es daher lassen.

Besonders im VW-Konzern ist das schon komisch, denn dort wird es den ID.Every1 mit knapp unter 3,90 Meter Länge für angepeilte 20.000 Euro geben, aber die weiteren Core-Marken bringen keine eigenen Ausführungen. Seat und Skoda-Leute betonten immer wieder, dass sie keine derartigen Fahrzeuge bringen, weil es finanziell noch nicht machbar sei.

Ford holt sich Hilfe von Renault

Dass es geht, zeigt nicht nur Renault, sondern auch Ford. Die Amerikaner nehmen dafür sogar die Renault-Plattform in Anspruch. Nach krassen Milliardenverlusten mit Elektroautos hat sich Ford für einen neuen Weg entschieden. In Europa ist es eine Partnerschaft mit Renault zur Entwicklung von zwei neuen Elektro-Kleinwagen, um die Produktionskosten in Europa drastisch zu senken.

Während Renault die Entwicklung und Produktion übernimmt, verantwortet Ford das Design und die Fahrwerksabstimmung der Fahrzeuge, deren Markteinführung für 2028 geplant ist. Geplant ist unter anderem ein Modell, das den kleinen Fiesta beerbt. Ein Auto, das mit etwas über 4 Meter nicht ganz in die Kategorie der oben genannten Modelle gehört, aber zumindest nah dran ist.

Generell wird es wohl so sein, dass wir über 4 Meter lange Autos zur Wahl haben werden und das einige, dann sind aber 25.000 Euro fällig und aufwärts. Modelle, die man vor einiger Zeit noch als Kleinstwagen beschrieben hätte, sind jedoch in nur noch kleiner Auswahl verfügbar. Das Highlight für die Stadt wird wohl die Rückkehr das elektrischen Smart #2 sein.

Kommentar verfassen

Bleibt bitte nett zueinander!