Google teilt in diesen Tagen mit, dass schon bald der in Chrome integrierte Werbefilter komplett aktiviert wird. Angekündigt wurde diese Neuerung bereits vor zwei Jahren, der weltweite Startschuss fällt jetzt allerdings erst zum 9. Juli 2019. Google informiert darüber unter anderem bei Adsense, das Google eigene Werbenetzwerk könnte durch diese Maßnahmen in Zukunft wieder gestärkt […]

Google teilt in diesen Tagen mit, dass schon bald der in Chrome integrierte Werbefilter komplett aktiviert wird. Angekündigt wurde diese Neuerung bereits vor zwei Jahren, der weltweite Startschuss fällt jetzt allerdings erst zum 9. Juli 2019. Google informiert darüber unter anderem bei Adsense, das Google eigene Werbenetzwerk könnte durch diese Maßnahmen in Zukunft wieder gestärkt werden.

63 Prozent Marktanteil: Chrome dominiert den Browser-Markt

Schon vor einiger Zeit hatte sich eine Koalition auf neue Standards geeinigt, wie Werbung im Internet auszusehen hat. Es geht dabei letzten Endes darum, zu aufdringliche Werbung wieder ins Abseits zu schieben. Dazu gehören Popup-Werbeanzeigen, Autoplay-Videos mit Ton, über dem Inhalt gelagerte Anzeigen mit Countdown und noch einiges mehr.

Googles Werbefilter funktioniert allerdings nicht wie die üblichen Browser-Erweiterungen, er arbeitet eher im Hintergrund und blockiert nicht restlos alle Anzeigen weg. Webseitenbetreiber werden bei Verstößen gegen die Better Ads Standards informiert und können entsprechend nachbessern. Das ist fair für alle Seiten, zumindest nach meiner Auffassung.

Wenn Ihre Website den Status „Nicht bestanden“ hat, senden wir mindestens 30 Kalendertage vor Beginn der Anzeigenfilterung eine entsprechende E-Mail an die registrierten Inhaber und Nutzer der Website. Sie haben dann die Möglichkeit, für Ihre Website eine Überprüfung der Nutzerfreundlichkeit von Werbeanzeigen anzufordern.

Googles Vorgehen stößt aber auch auf Kritik. Der Chrome-Browser dominiert mobil und am Desktop den Browser-Markt, sodass Google diverse Märkte indirekt auch in eine andere Richtung bewegen kann. In diesem Fall den Markt der Werbeanzeigen im Internet.

Diese Werbung entspricht nicht den Better Ads Standards

Für Webseitenbetreiber gibt es einen „Bericht zur Nutzerfreundlichkeit von Werbeanzeigen“, wo man die eigene Seite und Maßnahmen kontrollieren kann.

Werbung auf Smartdroid.de

Wir setzen schon seit längerer Zeit nur auf klassische Banner, die mit Bild und Text ausgestattet sind. Dabei kommt fast ausschließlich Googles Werbenetzwerk zum Einsatz, das daher entsprechenden Standards entspricht. Ich hatte schon viele andere Formate probiert, doch entweder waren diese zu aufdringlich oder einfach nicht gewinnbringend. Ähnlich handhaben es Kollegen wie mobiFlip oder Caschys Blog.

Werbung ist das notwendige Übel zur Finanzierung der Inhalte. Man sollte sich darüber bewusst sein, wenn man täglich derart gepflegte und erstellte Inhalte kostenlos konsumiert. Leider sind andere Finanzierungsmodelle selten gewinnbringend, außer man ist eine seit 100 Jahren existierende Tageszeitung mit entsprechender Leserschaft. Wir blockieren zudem auch nicht, unseren Feed kostenlos und ohne Werbeanzeigen über eine App wie Feedly zu lesen.

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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