Holt euer iPhone heraus, wenn ihr die nächsten Fotos für euer Dating-Profil schießen lasst. Androids sollten aber lieber versteckt bleiben.

Na klar, solche Studien stehen immer ein bisschen auf wackligen Beinen und einen wirklich wissenschaftlichen Hintergrund scheint es auch nicht zu geben. Überhaupt: Konkrete Hinweise zur Methodik, die die Webseite Comparemymobile.com angewandt hat, fehlen leider. Mehr als 50.000 Swipes seien aber für das Ergebnis analysiert worden.

Nehmen wir das, was letztendlich dabei herausgekommen ist, also für bare Münze, können wir Apple-Hardware, genauer: ein iPhone, eine Apple Watch oder die AirPods, als legitimes Accessoire für ein Dating-Profil bezeichnen. Anders sieht es hingegen bei Besitzern eines Smartphones von Google, Sony oder Huawei aus – denn das verschlechtert der Studie nach sogar die Chancen auf ein Rendezvous.

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iPhone im Bild bringt dir 76 Prozent mehr Matches

Um konkrete Zahlen zu nennen, verbessere die Sichtbarkeit eines iPhones die Möglichkeit eines Matches um satte 76 Prozent. Nicht ganz so effektiv, aber immer noch ordentlich ist eine Apple Watch mit 61 Prozent, die beim Gegenüber die Chance auf ein Wischen nach rechts erhöht. AirPods liegen schließlich bei immerhin 41 Prozent.

Dazu muss man aber auch sagen: Die Studie stammt aus Großbritannien, wo Apple einen Smartphone-Marktanteil von knapp 50 Prozent besitzt. In Deutschland liegt iOS bei etwa 20 bis 25 Prozent – Apple ist hier also längst nicht so populär wie auf der Insel.

Zusätzlich wurde aber auch in verschiedenen Städten getestet, welche Technik den größten Unterschied macht: In New York waren es die AirPods, in London, Los Angeles und Vancouver das iPhone 11 und in San Francisco und Manchester die Apple Watch.

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Du hast ein BlackBerry? Zeig’s besser nicht auf Tinder

Das erklärt vielleicht ein bisschen besser, warum das Zeigen von Android-Smartphones auf einem Dating-Bild die Match-Chancen sogar verringert. Lediglich Samsung hatte als Ausnahme einen positiven Effekt und verbessere die Chancen um 19 Prozent.

Alles andere wird abgestraft: Google kostet 10 Prozent, Sony 14 Prozent, Huawei 23 Prozent und OnePlus 30 Prozent – grundsätzlich scheint die Bekanntheit also schon eine Rolle zu spielen. Völlig fehl am Platze ist offenbar ein BlackBerry: Ist ein Telefon dieser Marke zu sehen, regnet es 74 Prozent weniger Matches.

Hoffentlich habt ihr jetzt eine Idee bekommen, wie ihr euer Datingprofil ein wenig aufpolieren könnt – es kommt jedenfalls darauf an, welches Smartphone ihr besitzt.

(via)

Jonathan Kemper

Studiert Technikjournalismus, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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