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Browser: Chrome bald ohne Ad-Blocker? Google gibt mehr Details

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Chrome App Logo Header 1400px 2019

In den letzten Monaten gab es immer wieder eine bestimmte Diskussion rund um den Chrome-Browser von Google, denn zukünftige Updates könnten die Nutzung von Ad-Block-Erweiterungen verhindern. In einem neuen Statement wehrt sich Google gegen diese Behauptungen. Fordert stattdessen von den Entwicklern der Werbeblocker ein wenig mehr Mitarbeit. Google will Ad-Blocker in Chrome nicht verhindern, geplante Neuerungen erfordern aber ein Umdenken.

Google forciert mehr Datenschutz und Privatsphäre

Bisher eingesetzte Schnittstellen sollen drastisch umgebaut werden, um die Privatsphäre der Nutzer besser zu schützen, doch Ad-Blocker fürchten dabei um ihre Existenz. Google sagt aber, es braucht nur ein wenig Mitarbeit, die Erweiterungen an die neuen Gegebenheiten anzupassen, um auch zukünftig die eigenen Erweiterungen den Chrome-Nutzern anbieten zu können.

Entschärft wird eine Schnittstelle, die bislang den Erweiterungen auch Zugriff auf sensible Daten einer Webseite bietet. Dazu zählen E-Mail-Adressen, Medieninhalte und ähnliche Daten. Uns ist aber klar, dass eine Erweiterung zum Blockieren von Werbung genau diese Daten nicht benötigt, sondern wirklich nur Werbeanzeigen identifizieren muss.

Auf hoher Ebene bedeutet diese Änderung, dass eine Erweiterung nicht auf alle vertraulichen Daten eines Benutzers zugreifen muss, um Inhalte zu blockieren. Mit der aktuellen Webanforderungs-API gewähren Benutzer Chrome die Berechtigung, alle Informationen zu einer Netzwerkanforderung, einschließlich E-Mails, Fotos oder anderer privater Informationen, an die Erweiterung weiterzuleiten. Im Gegensatz dazu können Erweiterungen mit der Declarative Net Request-API Inhalte blockieren, ohne dass der Benutzer Zugriff auf vertrauliche Informationen gewähren muss. Da der Browser erheblich entlastet werden kann, kann die Declarative Net Request-API gegenüber Web Request erhebliche Leistungsvorteile auf Systemebene bieten.

Kein Kampf gegen Ad-Blocker, sondern nur ein richtiger Schritt für die Nutzer

Wir wissen, dass Entwickler aufgrund dieser Änderungen die Funktionsweise ihrer Erweiterungen aktualisieren müssen. Wir sind jedoch der Meinung, dass es die richtige Wahl ist, den Benutzern die Einschränkung der vertraulichen Daten zu ermöglichen, die sie an Dritte weitergeben, und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Surferlebnis zu pflegen. (Google)

Um es kurz zu machen: Google will Schnittstellen für Erweiterungen einschränken. Das sorgt für mehr Sicherheit sowie Privatsphäre, braucht aber Anpassungen auf Seiten der Ad-Blocker, damit diese weiterhin wie gewohnt funktionieren. Andererseits kann man die Aufregung verstehen, Google ist zwangsläufig kein Freund von Ad-Block-Anwendungen.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Martin Mayer

    13. Juni 2019 at 12:27

    „braucht aber Anpassungen auf Seiten der Ad-Blocker, damit diese weiterhin wie gewohnt funktionieren.“

    Und genau diese Anpassungen sind mit dem aktuellen Vorschlag von Google schlicht unmöglich. Google bietet den Adblockern eine Schnittstelle zum Filtern, schränkt die Anzahl der möglichen Filtereinträge aber ein.

    Aktuell hat eine einzelne Filterliste von uBlock schon mehr Einträge als zukünftig maximal möglich wären und normalerweise hat man mehrere Filterlisten aktiviert.

    Für mich sieht man schon daran, dass die Sicherheit nur ein vorgeschobenes Feigenblatt ist, um die eigentliche Intention zu verbergen: Zu Verhindern, dass Werbung an der man selbst sehr gut verdient, nicht mehr ausgeliefert wird.

    • Denny Fischer

      Denny Fischer

      13. Juni 2019 at 13:43

      Wer einen Ad-Blocker installiert und pflegt, der hat auch schnell den Browser gewechselt. Diese Leute würde man wohl vertreiben, was auch nicht klug wäre.

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