Nach einer Woche ist die Corona-Warn-App voll aktiv. Sie hat über 10 Millionen Nutzer und kann bei Risiko-Begegnungen warnen. Screenshots zeigen mehr.

Seit anderthalb Wochen steht die deutsche Corona-Warn-App zur Verfügung, seither wird sie bundesweit von Millionen Menschen heruntergeladen. In den letzten Tagen ging die Teilnahme allerdings stark zurück, was natürlich zu erwarten war. Gab es anfänglich noch Zuwachs mehrerer Millionen neuer Downloads täglich, sind die täglich neuen Downloads jetzt in den sechsstelligen Bereich abgefallen.

Deshalb vermeldet das RKI zum Freitag eine Downloadzahl von insgesamt 13,3 Millionen, also etwa 1,5 Millionen mehr als noch vor ein paar Tagen. Wie wir schon vermutet haben, dürfte die Zielgerade auf dem Weg zu 15 Millionen Downloads liegen. Das könnte dann langsam das Maximum sein. Wie viele App-Installationen nach dem Download tatsächlich aktiv bleiben, ist die deutlich interessantere aber nicht bekannte Dunkelziffer.

Screenshots zeigen Anzeige für hohes Risiko

Erst seit Anfang dieser Woche kann die Corona-Warn-App auch wirklich warnen. Es sind genügend Messungen vorgenommen und die ersten Labordaten hinterlegt. Jetzt zeigen auch erste Bilder, wie das dann konkret aussieht, wenn die App eine oder mehrere Risiko-Begegnungen feststellen musste.

Die Corona-Warn-App informiert im Detail, wie viele Risiko-Begegnungen es für den Nutzer der App gegeben hat und wie viel Zeit zur letzten Risiko-Begegnung vergangen ist.

Derselbe Nutzer (via Twitter) hat sich positiv in der App gemeldet, auch deshalb dürfte bei seiner Frau auf dem Smartphone die entsprechende Warnung aufgetaucht sein. 24 Stunden soll es gedauert haben, bis die potenzielle Risiko-Begegnung in der App angezeigt wurde. Das sind auch die offiziellen Angaben hierzu.

Für die Kontaktmessung werden anonyme Schlüssel erstellt, die die Geräte miteinander austauschen. Daraus lässt sich aber nicht die von mir gewünschte Anzahl entnehmen, wie viele Geräte die App nach dem Download wirklich aktiv installiert haben oder wie viele Leute sich als infiziert meldeten, denn:

„Aus Datenschutzgründen werden der Gesamtmenge an übertragenen Schlüsseln weitere Schlüssel beigemischt. Durch diesen Mechanismus wird gewährleistet, dass immer eine Mindestanzahl an Schlüsseln übertragen wird und dadurch keine Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind.“ – Tagesschau

Corona-Warn-App: Ab jetzt prüft und warnt sie wirklich – wo ihr das sehen könnt

Denny Fischer

Gründer von SmartDroid.de, bloggt seit 2009 über die aktuellsten Technik-Trends. Schon immer an Technik interessiert, begann die Karriere mit eigenem Blog ab 2008 - nur ein Jahr später mit dem Fokus...

Hinterlassen Sie bitte einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.