Das Thema „Kleine Smartphones“ scheint in letzter Zeit wieder etwas an Fahrt aufzunehmen. Erst im Mai hatte der Gründer der ersten „richtigen“ Smartwatch Pebble ein Manifest für kleine Smartphones veröffentlicht, jetzt meldet sich der chinesische Hersteller Cubot mit einem kompakten Smartphone zu Wort. Das Cubot Pocket kommt mit einem gerade einmal 4 Zoll in der Diagonalen messenden Bildschirm daher und wirkt damit in heutigen Zeiten lächerlich klein.

Immerhin orientiert sich der Preis am kompakten Format, denn mit 159,99 Euro zum Start bei Amazon ist das Cubot Pocket angemessen günstig. Doch was bekommt man für das Geld überhaupt? Ein Blick aufs Datenblatt zeigt, dass dafür wohl auch an manchen Ecken gespart werden musste.

Mini-Smartphone ist schwach auf der Brust

So beträgt die Auflösung des 4-Zoll-Bildschirms gerade einmal 1.080 x 540 Pixel und unter der Haube kommt ein Unisoc T310 Quad-Core-Prozessor zum Einsatz. Immerhin sind 4 GB RAM und 64 GB Flashspeicher an Bord, wobei letzterer per microSD erweitert werden kann.

Auf der Rückseite ist ein einzelner Sensor mit 16 MP zu finden, die Frontkamera schießt Selfies mit 5 MP. Bei den Kollegen von Chinahandys.net findet sich ein Kommentator, der sich das Teil bereits per Aliexpress importiert hatte. „Tut gut. Nur die Kamera lässt sich Zeit mit der Scharfeinstellung. Kamera über Whatsapp bleibt völlig unscharf“, fasst er zusammen.

Der Akku mit 3.000 mAh scheint für aktuelle Verhältnisse unterdimensioniert, allerdings dürfte die Hardware auch nicht sonderlich stromhungrig sein. Geladen wird übrigens per USB-C.

Während die Komponenten an sich leider schon nicht wirklich überzeugend sind, könnte für manche die Software ausschlaggebend sein, dem Cubot Pocket den Laufpass zu geben. Statt neustem Android 12 ist nämlich noch Android 11 vorinstalliert und aus der Erfahrung heraus dürfen wir vermutlich mit keinem großen Update rechnen (schon Sicherheitspatches wären eine freudige Überraschung).

Bild: Cubot

Schließlich muss man sich beim Cubot Pocket auch mit dem ungewöhnlichen Gehäuse anfreunden, das das Gerät noch etwas wuchtiger zu machen scheint als unbedingt notwendig gewesen wäre. Viel edler sieht das Smartphone durch den goldenen Rahmen in meinen Augen auch nicht aus. Was haltet ihr vom Cubot Pocket? 

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Jonathan Kemper

Freier Technikjournalist, bloggt über Smartphones, Apps und Gadgets, seit 2018 mit regelmäßigen News und ausführlichen Testberichten bei SmartDroid.de an Bord.

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5 Kommentare

  1. Kein Wort über das Unihertz Jelly, dass es schon in 2. Generation gibt und bisher das kleinste Android Smartphone war? Naja, auch sehr schlecht in der Benutzung, aber klein! Hatte ich allerdings erwartet, wenn ihr das Cubot rauskramt, dass ja nicht wirklich erhältlich oder empfehlenswert ist.

  2. Boah ist das ein Klopper, Alter!

    Max. 2 Zoll, besser noch kleiner. Aber volle Specs, mindestens Snapdragon 9, 512MB Speicher und 16GB Ram. Ne 200-Megapixel-Cam ist ein Muss. Ach ja, Android 13 darf’s schon sein! Und von Apple muss es sein, klar, was sonst.

    Dass das Teil nicht mehr als 150 Schleifen kosten darf muss nicht erwähnt werden, oder?

  3. Wozu denn die ganze Experimente? Mann nehme zum Beispiel Samsungs Galaxy A3 /2017 mit modernem Prozessor und etwas mehr an speichern, verbessert die Kamera und ,bitte schön! Wie kompakt soll das noch sein?

  4. Wir wollen aber nicht einfach ein kleines Smartphone, wir wollen ein kleines Flagschip, das hat uns Apple mit dem 13 Mini gebracht – aber ohne 120Hz für die meisten (inklusive mir) keine Option, tolles Gerät, aber dann in den basics versagt

    Ein 13 Mini mir 120Hz wäre der absolute Verkaufsschlager gewesen.. sie verstehen nicht was die Kundschaft möchte.. jetzt stellen sie die Mini Serie ein – super.. wtf

  5. ausser immer noch größeren Displays fällt den Herstellern wohl nichts mehr ein.
    Ich warte auf das S24 mit 8″ Bildschirm und mindestens 350gr Gewicht….
    …oder vielleicht mal wieder max. 5″ im besseren 16:9 Format und max. 140gr
    Mit dem heutigen Stand der Technik und 6 Jahren Support. Ist gekauft !

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