Derzeit ist immer wieder die Rede von den kommenden KI-Brillen, aber Xiaomi bietet in Deutschland mit der Mijia Smart Audio Glasses auch eine schon fast „normale“ Brille an, die zugleich ein Kopfhörer ist.
Ich bin gerade in einem Xiaomi-Forum auf einen Bericht eines Nutzers gestoßen, der die Brille mit integriertem Kopfhörer nun seit Wochen trägt und darüber berichtet. Dabei sind einige positive Punkte trotz anfänglicher Skepsis aufgefallen, von welcher Gabriel Tanasa berichtet.
Das Modell im Browline-Stil sieht dabei erst mal aus wie eine ganz normale Brille. Das ist auch gut so, denn im Alltag wollen nur wenige wie wandelnde Computer aussehen. Die Verarbeitung sei sauber und das Gewicht überraschend niedrig. Selbst nach Stunden vor dem Monitor drückt nichts an den Schläfen oder auf der Nase. Für Brillenträger ist das besonders wichtig, damit keine Kopfschmerzen entstehen.

„Ehrlich gesagt war ich anfangs skeptisch gegenüber der Open-Ear-Technologie und glaubte nicht, dass der Klang so gut sein könnte, ohne etwas im Ohr zu haben.“
Der Sound ist bei solchen Gadgets natürlich das wichtigste Thema. Xiaomi setzt hier auf die sogenannte Open-Ear-Technologie. Das bedeutet, dass die Ohren komplett frei bleiben und man trotzdem Musik hört. Das klingt im ersten Moment ungewohnt, würde aber im Alltag tatsächlich gut funktionieren. Ich selbst mag es auch mehr, wenn ich meine Umwelt mitbekomme.
In Umgebungen wie einem Büro sei das praktisch, weil man nicht von der unmittelbaren Umgebung abgeschirmt ist. Man bekommt sofort mit, wenn die Kollegen etwas wollen, kann aber trotzdem seine eigene Playlist genießen. Damit die Sitznachbarn nicht alles mithören, gibt es in der App einen Privatsphäre-Modus. Dieser sorgt dafür, dass der Schall gezielter zum Ohr geleitet wird und weniger nach außen dringt.
An der Software muss der Hersteller laut Bericht jedoch weiterhin schrauben, was mich ehrlich gesagt kaum überrascht, denn Software ist eine Schwachstelle von Xiaomi. Die Funktion zum Vorlesen von Nachrichten ist noch in der Beta-Phase und vergisst manchmal die Einstellungen des Nutzers. Nach dem Laden schaltet sich die Brille gerne mal von alleine wieder ein, auch wenn man das eigentlich nicht will.
Dafür überzeugt die Hardware bei den Gläsern auf ganzer Linie. Ein eingebauter Blaulichtfilter schützt die Augen bei der täglichen Arbeit am Rechner vor Ermüdung. Der Akku schlägt sich ebenfalls wacker und hält einen kompletten Arbeitstag durch. Für die heutigen Schreibtisch-Helden sei die Brille eine gute Kombination, weil sie zwei notwendige Gadgets so nahtlos miteinander kombiniert.
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