Aus dem Xiaomi-Ökosystem gibt es heute jedes vorstellbare Gadget, dazu gehört jetzt auch ein Nasssauger von Dreame.

Immer mehr große und kleine Namen drängen in den Markt der smarten und coolen Sauger. Egal ob es Saugroboter oder spezielle Geräte wie Nasssauger sind, diese Art von Haushaltsgeräten gewinnt an Coolness. Dreame, besonders durch Xiaomi-Ökosystem bekannt, ist derzeit ganz vorn dabei. Vor einer Weile hatten wir den Bot Z10 Pro mit Absaugstation im Test, der für einen ausgeglichenen Preis das volle Saugroboter-Paket bietet. Jetzt haben wir uns an den H11 Max gewagt, ein moderner Nasssauger.

Ein unverzichtbares Gerät geworden

Auch dieses Gadget ist mehr oder weniger smart. Jedenfalls gibt es ein Display zur Anzeige der Akkuleistung und der untere Teil des Gerätes erkennt automatisch den Verschmutzungsgrad des Bodens. Das hat bei uns mal mehr und mal weniger gut funktioniert. Was ich wiederum nicht schlimm fand, weil der automatische Modus grundsätzlich immer sehr zuverlässig reinigte. Bei uns ist das gerade ein sehr akutes Thema, weil das Kind noch vor Vollendung des ersten Lebensjahrs eher frisst statt isst.

In den letzten Monaten haben wir den H11 Max lieben gelernt. Nicht nur die Reinigungsleistung ist toll. Dabei ist der verwendete Wasseranteil sehr ausgewogen, was unserem Echtholzparkett entgegenkommt. Es ist nie zu nass oder feucht, sodass der Boden auch von selbst schnell abtrocknet. Um diesen Prozess zu beschleunigen, kann man den Modus zum Wasseraufsaugen per Knopfdruck aktivieren. Ebenso auf Knopfdruck ist in der Ladestation der Selbstreinigungsmodus aktivierbar.

Dreame empfiehlt ein eigenes Reinigungsmittel, aber es tut auch jeder andere Bodenreiniger.

Leichtgängig und gut zu reinigen

Beide Tanks für Frischwasser (900 ml) und Dreckwasser (500 ml) sind schnell entnehmbar, der Filter und die Rolle auch. Das ist alles selbsterklärend und kinderleicht. Apropos leicht, der Sauger kann auch ohne Station abgestellt werden und liegt ganz gut in der Hand. Auch bei größeren Flächen wirkt er nicht zu schwer. Was wohl am „kleinen“ Akku liegt, der für nur ca. 30 min ausreicht. In dieser Zeit und mit einem vollen Frischwassertank kann man trotzdem sehr viel Fläche reinigen.

Wir haben die Rolle auch regelmäßig mit in die Waschmaschine gehauen, was für eine zeitweise Tiefenreinigung ganz gut funktionierte. Und auch sonst kann man das Gerät ordentlich und gut reinigen. Die wenigen abnehmbaren Anbauteile ermöglichen das ohne Frust.

Einfachheit kann zum Nachteil werden

Aber es ist nicht alles Gold, was im hübschen Anthrazit glänzt. Durch die Bauweise kommt die Reinigungsrolle nicht bis in jede Ecke. Außerdem kann man tatsächlich nicht manuell einen anderen Modus aktivieren oder die Rolle gar schneller drehen lassen. Da gibt es in der B-Note ein paar Abzüge, weil so nicht jeder Fleck wegzubekommen ist. Außerdem ist der vorinstallierte „Sprachassistent“ ziemlich laut und informiert über jeden Schritt, den das Gerät macht und über jede Zustandsmeldung (Wassertank leer, etc.). Hätte ich nicht unbedingt gebraucht, kann aber über Tasten an der Rückseite konfiguriert werden.

In der Regel reicht der automatische Modus für alle aus. Egal, ob es die Grundreinigung ist oder man mal etwas wegmachen muss, das gerade verschüttet oder nach dem Essen auf dem Boden landete.

Gut angelegtes Geld, wovon man allerdings reichlich besitzen muss

Zum Zeitpunkt des Artikels kostet der Dreame H11 Max laut offizieller Webseite über 350 Euro. Das ist ziemlich viel Geld. Obwohl ich nach alltäglicher Nutzung sehr angetan bin, ist das in meinen Augen zu viel. Ein mehr oder weniger vergleichbares Gerät von Kärcher liegt in einer ähnlichen Preisklasse. Unterm Strich sind die Sprachausgabe und das Display des Dreame H11 Max ziemlich sinnlos, da hätten simple LEDs ausgereicht und der Preis wäre niedriger ausgefallen.

Der eben genannte Kritikpunkt lässt sich zumindest damit entkräften, dass man dieses Gerät im besten Fall über einen sehr langen Zeitraum verwendet. Somit amortisiert sich der Preis über den Nutzungszeitraum. Zumal man die Rollen und den Filter nur eher selten nachkaufen wird – beides liegt zweimal im Paket. Ein Pluspunkt, weil es keine großartigen laufenden Kosten gibt.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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3 Kommentare

  1. Das Gerät sieht exakt genauso aus, wie mein Tineco Gerät 🤔 Bedeutet dass, das Tineco auch zum Xiaomi Konzern gehört?

    1. Das ist mir auch direkt aufgefallen. Und gerade der Kärcher ( kriegt der Autor eine Prämie?) ist unter den Putzsaugern ja gar nicht vergleichbar!

      1. Der Tineco Floor One S3 und dieser Dreame sind sich extrem ähnlich. Der Tineco kommt aber nicht aus dem Xiaomi Ökosystem. Es ist eher wahrscheinlich, dass beide Geräte in der gleichen Fabrik gebaut werden, mit leichten Abweichungen (die Teile sind nicht austauschbar).
        Der angesprochene Kärcher FC7 ist durchaus vergleichbar. Die Reiningungsleistung ist genauso gut, das Handling beim Reinigen Meilen besser, das Saubermachen des Geräts nach dem Reinigen um Welten schlechter.

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