Elektroauto im Winter: Reichweite erleidet brutale Verluste – neuer Test aus 2026

Tesla Model Y Standard Außenansicht 1

Mit dem Elektroauto im Winter unterwegs zu sein, das kann schon mal zur Angelegenheit für die eigenen Nerven werden. Die Reichweite liegt stellenweise massiv unter den Werten des Sommers und unter den WLTP-Angaben des Hersteller. Das ist auch bei Premium-Stromern nicht anders.

Der allerneueste „El Prix“ untermauert das. In der neuesten Ausgabe 2026 sehen wir massive Reichweitenverluste bei vielen Elektroautos. Besonders interessant ist der Vergleich von WLTP-Angabe und realer Reichweite, denn die Diskrepanz kann dabei echt brutal ausfallen und für den Kunden im Alltag zur Geduldsprobe mit Ladestopps werden.

Mit einem großen Akku und hoher Effizienz kommt man am weitesten, das dürfte kaum überraschen. Das Highlight ist und bleibt der Mercedes CLA EQ, der preislich noch recht günstig ausfällt, wenn man ihn mit den anderen beiden Fahrzeugen aus den diesjährigen Top 3 der höchsten Verluste vergleicht.

Audi und Mercedes liegen ganz vorn, wenn es um die erreichte Reichweite geht

Der deutsche Stromer fuhr als CLA 350 4Matic AWD im Test noch 421 Kilometer weit und lag damit zwar deutlich unter der WLTP-Angabe von 702 Kilometer, ist aber mit gemessenen 421 Kilometer das zweitbeste Auto im Test. Rang drei geht mit 402 Kilometer übrigens an den Audi A6 E-Tron, der beim ADAC den ersten Rang einfuhr.

Der Mercedes liegt 288 Kilometer unter der WLTP-Angabe, der Audi noch 251 Kilometer. Beim Volvo EX90 sind es 272 Kilometer, auch beim BMW iX (nicht der neue iX3) liegt man 253 Kilometer unter WLTP. Der krasse Knaller ist der Lucid Air, der zwar noch 520 Kilometer weit fuhr, damit aber satte 440 Kilometer unter der WLTP-Angabe lag.

WLTP-Angabe im Winter nicht annähernd brauchbar

Es sind deutlich mehr als die Hälfte der getesteten Fahrzeuge, die über 200 Kilometer unter der WLTP-Angabe liegen. Darunter auch Opel Grandland, Tesla Model Y, KIA EV4 und Mazda 6e. Der Sieger ist hingegen der Hyundai Inster, angegeben mit 360 Kilometer nach WLTP und tatsächlich noch 256 Kilometer gefahren, liegt die Differenz „nur“ bei 104 Kilometer.

Ein weiterer interessanter Punkt: Wie laden die Fahrzeuge im Winter? Ich selbst kann berichten, dass mein IONIQ 5 zum Beispiel im Bereich um die 0 Grad mit vorkonditionierter Batterie trotzdem seine Bestwerte erreicht. Steckt man ihn kalt an, sieht die Ladekurve schon anders aus.

Ladeleistung: Chinesen können es deutlich besser

Was man sieht: Die Bestwerte erreichen hier nur die Fahrzeuge mit chinesischer Technologie. Der Xpeng X9 lädt im Schnitt (!) 391 kW und war in 12 Minuten auf 80 Prozent geladen, der Smart #5 hat es in 15 Minuten geschafft und erreichte noch 254 kW im Schnitt, während der Zeekr X9 in 19 Minuten geladen war und dabei 225 kW im Schnitt erreichte.

Viele andere Modelle, darunter der Audi A6 E-Tron, lagen deutlich unter Werksangaben, was auch für den CLA gilt. Der Mercedes erreichte im Peak nicht mal die Marke von 200 kW, der Hersteller gibt 320 kW an. Dafür war die Ladekurve stabil und die 80 Prozent waren in 24 Minuten erreicht. Der Audi erreichte 299 kW im Peak, dann fiel die Ladekurve sukzessive ab: 144 kW im Schnitt.

Noch mehr Details und Daten findet ihr auf der offiziellen Seite des El Prix.

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