Elektroautos kommen weiter

Elektroauto Hero 5

Foto: Markus Spiske, Unsplash

Reichweiten sind bei Elektroautos ein gerne diskutiertes Thema, das Jahr für Jahr weniger interessant wird.

Mit neuen Modellen und mehr Fortschritt beim Antrieb kommen Elektroautos immer weiter. Im Durchschnitt kamen die im Jahr 2023 getesteten E-Autos auf 393 Kilometer – laut ADAC ein Plus von sieben Kilometern gegenüber dem Vorjahr. Spitzenreiter ist immer noch der BMW iX xDrive 50 mit 610 Kilometern Reichweite, 2023 war das getestete Topmodell der Hyundai Ioniq 6 mit 555 Kilometern. 10 Stromer knackten im Ecotest bislang die 500-Kilometer-Marke.

ADAC-Reichweite-2023

Eine hohe Reichweite ist übrigens nicht automatisch an die Größe des Akkus geknüpft, sonst wäre der Nio ET5 Touring mit ganz oben dabei, liegt aber „nur“ auf Rang 8. Im Durchschnitt lag der Verbrauch 2023 bei 19,7 kWh/100 Kilometer. Verbrauchs-Spitzenreiter ist nach wie vor der VW e-Up mit 13,7 kWh/100 km, der bereits angesprochene Ioniq 6 kommt auf erstaunlich niedrige 15,5 kWh/100 km.

Oder auch kurz gefasst: Elektroautos gewinnen jedes Jahr an Reichweite dazu, weil die Effizienz der Fahrzeuge sehr viel besser wird. Das sieht man im gesamten Durchschnitt aller Fahrzeuge, während einzelne Modelle besonders hervorstechen.

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2 Kommentare zu „Elektroautos kommen weiter“

  1. Wir erleben hier gerade etwas Ähnliches wie die Menschen um 1886 herum. Ich vermute mal, dass der „Benz Patent-Motorwagen Nummer 1“ und seine direkten Nachfolger auch nicht sofort 1500 km mit einer Tankfüllung schafften. Auch da hat es einige Zeit gedauert, bis die Fahrzeuge so effizient wurden, dass wir da stehen, wo wir heute sind. Ich bin überzeugt, dass E-Fahrzeuge in naher Zukunft den Verbrenner bei der Reichweite locker übertreffen werden. Wir nähern uns gerade den Reichweiten, die ein kleiner Benziner schafft, werden demnächst Reichweiten sehen, die ein Diesel schafft und danach werden E-Fahrzeuge sicherlich jeden Verbrenner in den Schatten stellen bei dem Thema. Die Effizienz der Antriebe ist gegeben, die Energiedichte der Akkus nur leider bisher nicht. Aber auch dort werden unter Laborbedingungen inzwischen sehr hohe Werte erzielt, nur derzeit noch zu einem unbezahlbaren Preis. Nur mal so zum Vergleich, ein E-Fahrzeug Akku mit dem gleichen Energiegehalt wie einem Benziner (60L Tank) käme bei einem Verbrauch von 20 kWh/100 km ca. 2700Km weit. Der Akku müsste bei heutigen Energiedichten dann ca. 540 kWh fassen können. Bei 150 kWh sind wir schon angekommen, wenn es so weiter geht sollten Reichweiten von 1000 km+ nicht unrealistisch sein.

  2. Dieser olle Reichweiten-Irrsinn…

    Am Wochenende waren wir mit Verbrenner 600km Autobahn unterwegs. Warum? Weil wir auf unserem Ioniq 6 nach nicht einmal einem Jahr mehr als das doppelte der angegeben Kilometer drauf haben – da musste mal ein Mietwagen her, um zu sparen (welch Irrsinn)…

    Und dann fährst du zum tanken von der Autobahn runter, weil auf der Bahn zu teuer. Dann stehst du vor der Zapfsäule an, weil alle besetzt. Dann wartest du beim Tanken neben dem Auto, bis es voll ist. Dann gehst du rein und wartest, dass du bezahlen kannst. Dann kommst du wieder zum Auto und erst dann (!) fährst du es auf einen Parkplatz, um kurz pinkeln gehen zu können.

    Alles in allem hat uns das etwa 20 Minuten gekostet (ohne die Zeit, um von der AB zum Autohof und zurück zu kommen). In der Zeit wäre der Ioniq an einem Rastplatz voll und die komplette Zeit entspannte Pause gewesen.

    Aber mit E-Auto dauert es ja so lange und das ist völlig unpraktikabel…

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