Vor gar nicht allzu langer Zeit gab es einen Einblick in unseren Alltag mit dem ID.3 von Volkswagen. Heute geht es kurz um die erste Urlaubsfahrt und um Erfahrungen mit Wallboxen, die man sich teilen muss.

Unsere Strecke von rund 280 km hat der ID.3 problemlos gemeistert und wir waren am Ende mit über 100 km Restreichweite mit genügend Puffer im Hotel angekommen. Man muss aber sagen, dass die Strecke rund 100 km über Landstraße führte und die Autobahn größtenteils durch Baustellen oder Tempolimits beschränkt war.

Ich fahre aber längst nicht mehr wie früher. Ich bin heute viel ruhiger. Ob 150 oder 120, das spielt für mich keine Rolle mehr. Ich tendiere eher zum niedrigeren Tempo. Mit Kind auf der Rücksitzbank sowieso. Ich komme trotzdem an, vielleicht halt 15 min später. Dafür aber extrem entspannt und dank E-Auto so entspannt wie noch nie.

Es ist so schön ruhig

Natürlich entwickelt der ID.3 doch ordentlich Windgeräusche. Aber es ist trotzdem sehr viel leiser im E-Auto, weil da halt kein Motor drin ist, der bei höheren Drehzahlen deutlich hörbar ist. Ein großer Unterschied, den ich sehr als wohltuend empfinde. Das ist die Zukunft meiner Mobilität, auf die ich mich gefreut habe.

Auf der Autobahn kann ich in diesem Mittelklasse-Fahrzeug meinen Podcast so leise hören, dass die Rücksitzbank entspannt schlafen kann. Das ist für mich der Weg, wie ich heute und in Zukunft reisen will. Mit dem Nachteil, dass ich mich anders um die notwendige Energie kümmern muss.

Wie schon im anderen Beitrag erwähnt, würde mein Verbrenner diese Strecke mit einer Tankfüllung dreimal schaffen. Der ID.3 mit kleiner Batterie schafft sie nicht anderthalbmal. Das ist ein gewaltiger Unterschied, an den man sich gewöhnen muss. Dafür gibt es derzeit Komfort an anderen Stellen.

Übrigens hatten wir keine Probleme, was unsere Taschen und Koffer für drei Personen anging:

Rückreise quasi kostenlos, Ignoranz der anderen E-Fahrer

Sicherlich, irgendwie steckt die Wallbox des Hotels im Reisepreis mit drin. Dennoch haben wir nur einmal für rund 17 Euro aufgeladen, um zum Hotel zu kommen. Die Rückreise war kostenlos, weil wir am Hotel ohne Zusatzkosten aufladen konnten. Wenn uns denn andere Fahrer gelassen haben.

Ich halte deutsche Autofahrer bei pauschaler Draufsicht für sehr ichbezogen. Das haben wir dann auch am Hotel gemerkt. Die eine Wallbox reicht derzeit tatsächlich aus, es gab nur wenige E-Autos vor Ort. Was erstaunlich war. Dennoch schaffen es die wenigen Fahrer, sich im Urlaub gegenseitig auf den Sack zu gehen.

Ich habe mich per WhatsApp Service ans Hotel gewandt, als ein Hybrid-Fahrer die Wallbox weiter über einen ganzen Tag blockierte. Kein meckern. Nur ein Hinweis, dass wir gerne demnächst laden wollen würden. Irgendwann war der Kollege dann auch wieder weg. Ich habe mich also rangehangen.

7 kW, mehr ging nicht. Da braucht es dann also eine Weile, bis der Akku wieder aufgeladen ist. Aber ein anderer Hybrid-Fahrer wollte uns das nicht so richtig gönnen. Als ich etwas später in die App schaute, war der Ladevorgang sehr früh wieder unterbrochen. Als ich dann später am Auto schaute, was das Problem war, kam ein bisschen Wut auf.

Aufladen kann eine Herausforderung sein

Hat mir doch der Hybrid-Fahrer, der im Zweifel einfach mit Benzin fahren kann, mein Kabel abzogen und sich selbst angesteckt. Mir ist immer noch schleierhaft, warum das überhaupt ging, aber er hat es getan. Da war ich dann doch ganz froh, dass wir uns frühzeitig ums Wiederaufladen gekümmert haben und nicht erst am letzten Abend.

Weil der Typ so nett war, habe ich dann auf den Schuko-Anschluss der Wallbox umgesteckt und musste somit einen der beiden Parkplätze noch länger blockieren. Schade, dass das meine ersten Erfahrungen mit einer Wallbox waren, die man sich mit anderen teilen muss. Andererseits erwarte ich genau dieses Verhalten von deutschen Autofahrern.

Was demnächst ansteht: Eine Reise in den Norden nach Berlin. Rund 320 km bis zum Ziel, das könnte diesmal mit dem ID.3 sehr knapp werden. Eventuell müssen wir unterwegs nachladen. Ich werde berichten. Alle anderen Teile unserer AutoAbo-Erfahrungen findet ihr hier.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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1 Kommentar

  1. Jaja die Zukunft hat begonnen

    Ist schon ne Maus wenn man 280km am Stück fahren kann.
    😎
    Der deutsche ist und bleibt dämlich und stilisiert die grunis als Welt teurer

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