Seit gut einem Monat sind wir mit dem VW ID.3 unterwegs. Wir verraten euch, was wir feststellen konnten, bevor es für uns erstmals für eine etwas längere Strecke auf die Autobahn geht.

Wie einleitend erwähnt, haben wir das AutoAbo von Volkswagen im Test. Wir zahlen 499 Euro für einen ID.3, der glücklicherweise mit allen Extras ausgestattet ist, die man beim ID.3 mal buchen konnte. Es gibt sogar Sportsitze. Es ist die Variante mit kleinerem 58 kWh Akku und daher durchaus eine grenzwertige Erfahrung.

Wir fahren vorrangig in der Stadt und im Umland. Hierfür reicht uns der ID.3 mit kleiner Akkukapazität locker. Wir müssen vielleicht alle drei bis vier Wochen aufladen. Dabei sparen wir im Vergleich zu unserem Verbrenner (1.5er TSI mit 7 Gang DSG von VW) mit 6,5 Liter Verbrauch rund 11 Euro auf 250 km. Für unseren Urlaub mit 500 km macht das über 20 Euro.

Derzeit sparen wir ordentlich, selbst zu einem günstigen Verbrenner

Das ist schon ganz ordentlich. In der Regel lade ich an einer langsamen und daher günstigen 11 kW Säule, die eine Minute fußläufig von unserer Wohnung entfernt ist. Das passt uns gut in den Kram und ist in meinen Augen kein Mehraufwand. Im Urlaub werden wir direkt am Hotel laden können.

Nun, was ist uns aufgefallen, bevor wir fahren? Für uns geht es rund 250 km in den bayrischen Wald. Auf der Autobahn eine möglicherweise kritische Distanz für den kleinen ID.3. Da wir derzeit aber rund 16 kW auf 100 Kilometer brauchen, sollte uns der Akku mit 58 kWh mit genügend Puffer ans Ziel bringen können. Auch wenn der Verbrauch auf der Autobahn höher sein wird.

Apropos Verbrauch und Restreichweite. Hier kann es schon mal interessante Sprünge geben, was die Berechnung der Reichweite angeht. Wir haben den ID.3 auch schon mit 311 km Reichweite abgestellt und konnten am nächsten Tag eine neue Berechnung von über 350 km vorfinden. Immerhin: Solche großen Sprünge gab es bislang nie im negativen Sinne.

Reichweite und Autobahn – das wird spannend

Grundsätzlich hat sich in diesem Monat für uns herausgestellt, dass ich vor 250 km Autobahn keine Angst habe, auch wenn der ID.3 bei meiner Fahrweise nur ca. 350 km weit kommen sollte. Ein Puffer von 100 km klingt viel, kann aber unter Umständen in der weniger dicht besiedelten Zielumgebung knapp werden, wenn es dann doch auf die Suche nach einer Ladestation geht.

Im Winter könnte das schon etwas anders aussehen. Der eher kleine Akku unseres ID.3 ist also keinesfalls für echte Langstrecke geeignet, aber das war uns vorher klar. Ich werde jedenfalls mit Kind und Kegel den Versuch wagen, den ID.3 für die Urlaubsreise zu nutzen. Mit meinem Verbrenner sind wir schon ans selbe Ziel gefahren und auch wieder zurück, da war der Tank nicht mal annähernd voll.

Apropos Ladestation: Es ist so, dass wir in den bayrischen Wald fahren. Ungefähr 100 km vor dem Ziel gibt es noch einige Schnelllader in Nähe der Autobahn, danach wirds aber dünn. Wir müssen uns also frühzeitig entscheiden, ob wir zwischendurch schnellladen oder durchfahren.

Das Ziel ist eher im rechten Teil der Karte…

Im Alltag kaum Schwächen

Wir haben ansonsten keinerlei Fehler und sind zufrieden. Ich kann dem ID.3 sehr viel abgewinnen, uns macht der elektrische Alltag ziemlich viel Spaß. Die einzige gravierende Schwäche sind die Touchtasten am Lenkrad, die wirklich fürchterlich sind und an die man sich aufgrund ihrer schlechten Umsetzung nicht gewöhnen kann.

Einen zweiten Fahrer, meine Frau, konnte ich per E-Mail schnell und unkompliziert im Nachhinein eintragen lassen.

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Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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