Google kündigt in mehreren Bereichen neue Funktionen für Android an, darunter eine automatische Erkennung von Erdbeben über die Smartphone-Sensoren.

Vor wenigen Tagen führte Google das neue Nearby Share für Android ein, welches auf alle Geräte ab Android 6 kommt. Jetzt liefert das Unternehmen nach, kündigt gleich fünf weitere Funktionen für Smartphones mit Android an. Auch in diesem Fall ignoriert Google alte Praktiken, liefert die Neuerungen teilweise selbst direkt über die Google Play-Dienste auf unsere Geräte.

ELS kann jetzt noch mehr

ELS gibt es sogar schon ab Android 4.1, ab sofort kann der Emergency Location Service noch mehr wichtige Informationen an die Rettung übertragen.

Jetzt kann Ihr Android-Telefon Ihre Gerätespracheneinstellung freigeben, wenn Sie Ihre lokale Notrufnummer wählen, wo immer ELS verfügbar ist. Wenn Sie also nicht die Landessprache sprechen, können Notfallhelfer früher den entsprechenden Übersetzer finden und Ihnen die Hilfe senden, die Sie benötigen.

Erkennung von Erdbeben direkt durch die Smartphones

Nicht weniger smart und beeindruckend ist die Erkennung von Erdbeben, wofür Google das Earthquake Alerts System einführt. Android 5 ist vorausgesetzt, zur Erkennung der Erdbeben kommen die seit Jahren etablierten Sensoren der Android-Smartphones zum Einsatz.

Alle Smartphones sind mit winzigen Beschleunigungsmessern ausgestattet, die Signale erfassen können, die auf ein Erdbeben hinweisen. Wenn das Telefon etwas erkennt, von dem es glaubt, dass es ein Erdbeben ist, sendet es ein Signal an unseren Erdbebenerkennungsserver sowie einen groben Ort, an dem das Zittern aufgetreten ist. Der Server kombiniert dann Informationen von vielen Telefonen, um herauszufinden, ob ein Erdbeben auftritt.

Mehr Informationen in Android Auto

Mit den letzten Updates verbessert und erweitert Google die Anzeige in Android Auto, sodass ihr mehr Informationen direkt in dieser Oberfläche sehen könnt. Hierzu gehören unter anderem unsere Termine. In den neuen Einstellungen lässt sich Android Auto außerdem besser nach eigenen Wünschen konfigurieren.

Bedtime-Modus für die Uhr-App

Schon seit längerer Zeit bekannt und verfügbar ist der neue Modus Schlafenszeit in der Uhr-App von Google. Dieser Modus deaktiviert automatisch alle Benachrichtigungen für einen voreingestellten Zeitraum, misst die Bildschirmzeit und verknüpft damit auch noch den Wecker. Soll laut Google ab Android 6 zur Verfügung stehen und ist jetzt noch umfangreicher.

Mit der Registerkarte „Schlafenszeit“ in „Uhr“ können Sie jetzt einen konsistenten Schlafplan einhalten, Ihre Bildschirmzeit nachts verfolgen und bei beruhigenden Geräuschen von „Ruhig“, „Spotify“, „YouTube-Musik“ und mehr einschlafen. Und wenn Sie Angst haben, von Ihrem Alarm überrascht zu werden, können Sie mit visuellen Hinweisen aus dem Sunrise Alarm und Ihren Lieblingssounds oder -liedern sanfter aufwachen.

Lookout wird optimiert

Dieses Update wurde mit und für Blinde und Sehbehinderte entwickelt und bietet zwei neue Modi und ein besser zugängliches Design. Jetzt kann Lookout Langformulardokumente in lesbaren Text scannen, Produkte anhand ihrer Lebensmitteletiketten identifizieren und ist noch besser mit Bildschirmleseprogrammen kompatibel. Es umfasst auch die Erweiterung auf neue Sprachen und Telefone, nutzt automatisch den Blitz und mehr.

Preis: Kostenlos

Denny Fischer

Gründer Smartdroid.de, bloggt seit 2008 täglich über Smartphones, Android und ähnliche Themen.

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