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Smart Home

EWE smart living im Test: Steuerung der eigenen vier Wände

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Schon vor einer Weile haben uns die Jungs von EWE ein Paket zukommen lassen, damit wir das smart living System testen können. Gesagt, getan. Wenngleich auch mit etwas mehr benötigter Zeit. Wer sich mit diesem Thema beschäftigt, wird zumindest die Hardware von EWE smart living kennen, die stammt nämlich einfach von devolo. Entscheidende Unterschied gibt es eher bei der Software, denn EWE setzt auf eine eigene Android-App und ein insgesamt etwas anderen Aufbau der Software.

Grundsätzlich gibt es also eine schon bekannte Ausstattung, denn wir hatten das devolo-System bereits vor einer Weile ausprobiert, inzwischen sogar mit Alexa von Amazon verbunden. Hier unterscheiden sich beide Systeme übrigens, denn devolo Home Control ist zwar mit einer noch immer bescheidenen bzw. stark eingeschränkten App verfügbar, kann dafür aber eben schon mit Alexa verbunden werden. Inzwischen sogar über mehrere Wege.

EWE smart living hingegen hat eine bessere App, kommt aber ohne Alexa aus. Aber gute Nachrichten gibt es, im zweiten Halbjahr 2017 soll es hier deutlich nach vorne gehen, für Alexa wird bereits entwickelt. Auch noch interessant ist EWE smart living bei der Bezahlung des Systems, statt der ebenfalls verfügbaren einmaligen Zahlung wird auch eine monatliche Zahlweise angeboten.

Einrichtung, Hardware

Grundsätzlich unterscheidet sich die Einrichtung kaum vom devolo-System, ihr packt die Hardware aus und verbindet sie mit eurem EWE-System. Grundlage ist hier die Basis, die in eine Steckdose kommt und mittels Ethernet den Weg ins Internet findet. App einrichten, über die App die Geräte einrichten bzw. in das heimische System einbinden. In meinem Fall sind das Thermostate, Bewegungsmelder und so weiter.

Bevor ich mich jetzt also wiederhole, findet ihr einen Bericht zur Einrichtung auch beim devolo-Test. Meines Erachtens alles super einfach. Ebenso könnt ihr hier die Geräte nach Räumen einordnen, also beispielsweise Wohnzimmer, Bad, Küche und so weiter, zu Geräten Fotos hinzufügen und unterschiedliche Farben für eine bessere Übersicht festlegen. Hier wird es also schon etwas umfangreicher als bei devolo, was ich ganz gut so finde.

Die Hardware selbst ist ebenso schnell angebracht, die Thermostate an klassische Heizkörper anzubringen ist selbst mit zwei linken Händen kein Problem.

Übrigens bietet man auch die Einbindung von Kameras an, derzeit sind zwei Geräte von D-Link im Angebot, darunter auch ein Modell zur Outdoor-Installation.

App, Nutzung im Alltag, Szenarien

Eingerichtet und konfiguriert wird alles über die App, die statt Regeln, Szenen und Zeitplänen grundsätzlich nur Szenarien zur Verfügung stellt, um etwa die Temperatur in einem Raum nach Uhrzeiten zu regeln. Man packt also alle möglichen Szenarien in einen einzigen Menüpunkt, was meines Erachtens der Übersicht zuträglich ist. Hier wird es dann allerdings spannend, denn neben WENN-DANN und Uhrzeit, bietet smart living auch noch die Einbindung des Standorts als zusätzlichen Faktor an.

Die Heizung im Bad soll hochfahren, weil ihr gleich daheim seid? Lässt sich über den Standort des Smartphones regeln. Möglich wäre also ein Hochfahren der Heizung, sobald ihr innerhalb von 3 km im Umkreis eurer Wohnung seid – euch daher auf dem Heimweg befindet. Ebenso gut kann man automatisch alles in der eigenen Wohnung abschalten lassen, sobald man einen größeren Umkreis verlassen hat und daher offensichtlich auch nicht so schnell wieder nach Hause kommt. Praktisch, wenn man häufiger das Licht anlässt.

Ebenso gut sind bereits verfügbare Szenarien, die man dann einfach auf vorhandene Geräte anwendet. Gern informiert euch die App automatisch, solltet ihr ein Fenster offen gelassen und einen bestimmten Umkreis verlassen haben (Benachrichtigungen auch an mehrere Smartphones gleichzeitig). Das Szenario muss gar nicht neu erstellt werden, man wählt es aus den zahlreichen Vorlagen aus, passt die Geräte an und fertig. Stark. Neben dem Standort lässt sich auch das heimische WLAN einbeziehen, um die Entfernung des Nutzers vom heimischen Standort nachvollziehen zu können.

Selbst entworfene Meldung bei offenem Fenster

Neben der kompletten Automatisierung können Szenarien und Geräte über die Startseite der App aber auch komplett manuell bedient werden. Wobei ich selbst eher mehr Wert auf die Automatisierung lege und diese entsprechend an meinen Alltag anpasse. Diese Szenarien können mit einer eigenen Taste auf den Homescreen der App gelegt werden, lassen sich dort aber auch wieder ausblenden. Eben ganz nach Bedarf.

Und so erstellt man eben Szenario für Szenario, um möglichst viele Dinge im heimischen Smart Home zu automatisieren. Dabei gibt es zum Zeitpunkt des Artikels aber auch Nachteile, den man ist unbedingt auf das Smartphone zur Einrichtung und Benutzung angewiesen und jegliche Anbindung nach außen (http, Alexa Skill usw) fehlt auch noch.

Praktisch hingegen sind sicherlich weitere Daten diverser Sensoren, ein Türsensor liefert mir nämlich auch Informationen zur Helligkeit und Temperatur. Natürlich über die App ersichtlich.

Und da eine Messsteckdose den Stromverbrauch misst und ein Kontaktsensor oder ein Thermostat natürlich auch die Temperatur, kann man seit einiger Zeit über die Auswertungen diverse Statistiken abrufen. Sicher für den ein oder anderen Statistikfreak interessant.

Fazit

Grundsätzlich basieren EWE smart living und devolo Home Control auf der gleichen Hardware, denn die Basis unterscheidet sich im Prinzip nicht und die restliche Hardware stammt in der Regel sowieso von devolo. Unterschiede gibt es für den Nutzer quasi nur bei der Software. Während devolo inzwischen eine neue und doch nur halbfertige App am Start hat, worüber noch immer keine Einrichtung des Systems möglich ist, kann EWE smart living mit einer deutlich besseren App inkl. Nutzung des Nutzerstandorts überzeugen.

Andererseits bietet devolo insgesamt mehr Freiheiten, wie etwa die Einbindung von Hardware diverser fremder Hersteller (Philips Hue) oder auch den Zugriff auf Szenen über HTTP-Links für die Einbindung in externe Systeme wie IFTTT/Amazon Alexa. Für mich macht zum Zeitpunkt des Artikels das System von devolo das Rennen, allein weil mir die Anbindung zu Amazon Alexa wichtig ist. Steht diese aber auch in Zukunft für EWE smart living verfügbar, wäre ein Wechsel aufgrund der besseren App durchaus eine Überlegung wert.

Abschließend bleibt nochmals zu erwähnen, dass beide Systeme auch im Preis einen Unterschied haben. Devolo Home Control ist zu einem einmaligen Preis erhältlich, während die Basis von EWE smart living ausschließlich via Monatsmiete zu haben ist. Durchaus praktisch ist allerdings auch die restlich Hardware zur Monatsmiete kaufen zu können, damit halten sich die erstmaligen Kosten im überschaubaren Rahmen.

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