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Marktgeschehen

Facebook: Reaktion auf rassistische Beiträge fällt erwartet milde aus

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

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Es gibt ja ernsthaft unglaublich viele Leute, die Facebook jetzt dafür an den Pranger stellen, dass der US-Konzern recht wenig gegen den immer größer werdenden Fremdenhass auf seiner Plattform unternimmt. Titten werden gelöscht, rassistische Kommentare aber nicht. Das liegt allerdings nicht daran, dass die Mitarbeiter von Facebook besonders prüde und selbst rassistisch veranlagt sind, sondern eher an bestimmten automatischen Vorgängen, die entsprechende Kommentare einfach nicht zu bewerten wissen und daher auch nicht als Verstoß gegen die Nutzungsrichtlinien erkennen. Heiko Maas hat Facebook nun aufgefordert zu reagieren und prompt kam auch die erwartete Antwort.

Facebook will sich mit dem Justizminister treffen, doch das behebt natürlich nicht das genannte Problem. Eher interessant wäre, was Facebook wirklich tun will. Und viel wird Facebook laut eigenen Aussagen nicht machen, denn man fordert lediglich zu weniger Rassismus auf. Menschen sollten die Plattform nicht für Hassreden missbrauchen. Juhu, Facebook appelliert an seine Nutzer, das wird natürlich funktionieren.

Wir appellieren an die Menschen, unsere Plattform nicht für die Verbreitung von Hassrede zu benutzen.

Aber ist wirklich Facebook schuld? Meines Erachtens nicht, denn der Konzern tut zwar wenig gegen Rassismus auf der eigenen Plattform, doch wirklich interessieren muss es Zuckerberg und Co auch nicht. Wir sind freiwillig in die offenen Arme des US-Konzerns gelaufen und tummeln uns in den letzten Jahren fleißig jeden Tag dort. Wollen wir jetzt ernsthaft von einem US-Konzern erwarten, dass er fein säuberlich missbräuchliche deutsche Kommentare auswertet und entfernt? Das wird nicht passieren.

Facebook zu (maas)regeln, kontrollieren oder gar regulieren wird meines Erachtens nicht funktionieren. Wobei ich persönlich leider Gottes auch keine Lösung für das Problem parat habe. Gibt es eigentlich schon eine Petition?

(via SpOn)

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